Smart Metering: Multi-Utility-Communication auf dem Weg der europäischen Harmonisierung

Strom-, Gas- und Wasserzähler sollen sich besser verstehen: ein Überblick über die Standardisierungsdiskussion auf europäischer Ebene

Knapp 400.000 Kunden will der zweitgrößte dänische Energieversorger SEAS-NVE bis Ende 2011 mit intelligenten Verbrauchszählern ausstatten. Das Besondere an diesem auch in der Größenordnung einzigartigen Projekt: Die verwendete NES-Infrastruktur (Networked Energy Services) des US-Herstellers Echelon wird erstmals nicht nur zur Echtzeitmessung des Stromverbrauchs genutzt, sondern auch die Messwerte der Gas-, Wasser- und Wärmezähler in den Haushalten sollen künftig darüber übertragen werden. Dazu haben die NES-Stromzähler eine drahtlose M-Bus-Verbindung erhalten. Ebenso eine neue, bidirektionale Schnittstelle für den Austausch sicherer Informationen zwischen dem Zähler und anderen Geräten im Haus. Mit dem MBus-Interface können sämtliche  Energieverbrauchsdaten im Haushalt über die NESInfrastruktur gesammelt werden, ein weiteres paralleles Zählersystem ist nicht mehr notwendig. Die serielle, bidirektionale Schnittstelle ermöglicht zudem eine Erweiterung des Smart Meters um neue Anwendungen wie kabellose Displays zur Verbrauchsanzeige, Demand/Response-Programme zum An- und Abschalten von Geräten und andere Mehrwertdienste.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2010 (November 2010)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Ralf Hofmann

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