Vom virtuellen Wasser zum Wasserfußabdruck

Die Konzepte des virtuellen Wassers und des Wasserfußabdrucks helfen, die mit dem indirekten Wasserverbrauch verbundenen globalen Probleme und Phänomene zu verstehen, sie volkswirtschaftlich und ökologisch zu bewerten und die Suche nach nachhaltigen alternativen Handlungsoptionen anzuregen.

Unser Planet erscheint als der blaue Planet. Doch nur ein winziger Teil dieses blauen Wassers ist für Menschen und die nicht marinen Lebewesen tatsächlich nutzbar. Wenn alles Wasser der Welt eine 150-Liter-Badewanne füllt, dann sind nur 4,5 Liter davon Süßwasser. Von diesen wiederum sind 2,5 Liter in den Gletschern und im Eis der Pole fest gebunden und fast weitere zwei Liter verborgen in den tieferen Gesteinsschichten der Erde. Nur ein Schnapsglas voll macht all das Wasser aus, das den Menschen und nicht zu vergessen auch allen Pflanzen und Tieren auf dem Festland als Süßwasser direkt zur Verfügung steht. Die Menschen sind eindeutig diejenigen, die davon das meiste verbrauchen. Dabei macht nur ca. zehn Prozent der menschlichen Wassernutzung der Haushaltsverbrauch aus. Der Rest wird in der Landwirtschaft und in der Industrie verwendet.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2010 (November 2010)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Geogr. Ronny Daniel Keydel

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