Das Dresdner Grundwasserforschungszentrum e. V. (DGFZ), 1990 als gemeinnützig eingetragener Verein gegründet, befasst sich in seinem Forschungsbereichmit der Konzeptentwicklung für die Boden-
und Grundwasserwirtschaft und den Boden- und Grundwasserschutz. Die Redaktion hat Professor Ludwig Luckner hat nach den geplanten Regelungen der vom Bundesumweltministerium entwickelten Grundwasserverordnung (GrwV) befragt
WuA: Der Grundwasserschutz besitzt in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Warum kritisieren Sie die vom Bundesumweltministerium beabsichtigten Regelungen?
Prof. Luckner: Die bisher vorgelegten Entwürfe entsprechen aus meiner Sicht in mehrfacher Hinsicht nicht dem gesetzlichen Auftrag. So geht es zum einen doch darum, das neue WHG zu konkretisieren und zum anderen, die europäische Grundwassertochterrichtlinie (GWRL 2006/118/EG) im Konsens mit der „Gemeinsamen Umsatzstrategie zur WRRL (2000/60/EG)" in deutsches Wasserrecht umzusetzen. Ausgehend vom neu in das WHG aufgenommenen § 1 „Zweck des WHG", in dem es unmissverständlich heißt, dass es die Gewässer – und so gem. § 2 WHG auch das Grundwasser – „durch eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung … zu schützen" gilt, hätte man erwarten dürfen, dass dies die GrwV bezogen auf die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme nach den §§ 82 und 83 WHG adäquat zum Ausdruck bringt. Nicht das Grundwasser per se, sondern die in § 1 WHG benannten Gewässerfunktionen des Grundwassers unterliegen dem Rechtsschutz des WHG. Ausgehend von der Ermächtigungsgrundlage nach § 23 WHG wäre es deshalb für mich viel naheliegender gewesen, eine „Verordnung zur nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung des Grundwassers" zu erlassen und entsprechend auszurichten.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 07-08/2010 (Juli 2010) | |
| Seiten: | 3 | |
| Autor: | MDgt.a.D. Dipl.-Ing. Edgar Freund | |
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Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
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In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Automatisierte Erstellung digitaler Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen
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Vorgestellt wird eine Methode zum Erstellen von digitalen Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen, die auf digitalen Geländemodellen und Open-Source-GIS-Software basiert. Über die Verarbeitung von hochauflösenden DGM-Daten und der Ableitung eines Ersatzfließgewässernetzes wurden die Böschungsoberkanten identifiziert und mit Attributen wie Gefälleneigung und Qualitätsklassen versehen. Für den Freistaat Sachsen konnten so über 63.600 km Böschungsoberkanten mit differenzierten Qualitätsmerkmalen und Abstandsflächen identifiziert werden.
Comparing the sustainability of active and passive groundwater containment systems for the treatment of PFAS plumes
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Two approaches can be used to stop a PFAS plume: hydraulic containment or passive filtration. Hydraulic containment is an ex situ method where groundwater is pumped above ground to create a hydraulic barrier, a.k.a. a capture zone, in the aquifer that the plume cannot move beyond.
Der Referentenentwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung des WHG
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Ende Februar 2024 wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz der Referentenentwurf eines „dritten Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes“ vorgelegt.Der RefE-WHG verfolgt den Zweck, nationale Regelungen zur Ergänzung der Europäischen „Verordnung (EU) 2020/741 vom 25. Mai 2020 über Mindestanforderungen an die Wasserwiederverwendung“ zu erlassen.
Strategien und Maßnahmen zur Sanierung des Wasserhaushalts in den sächsischen Bergbaufolgelandschaften
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Innerhalb des Freistaates Sachsen befinden sich zwei Braunkohlereviere, das Lausitzer Braunkohlerevier sowie das Mitteldeutsche Braunkohlerevier (Bild 1). Im Detail sind die hydrologischen, geologischen und technischen Verhältnisse in den beiden Revieren unterschiedlich. Die wasserwirtschaftlichen Herausforderungen ähneln sich jedoch und sind auch gleichzeitig zu
bewältigen.
