Die in der öffentlichen Wasserversorgung tätigen Unternehmen werden seit Jahren zunehmend mit höheren Anforderungen und neuen Themenfeldern konfrontiert. Ob und inwieweit sich auch die vielen kleinen Wasserversorger in Bayern den daraus resultierenden Aufgaben immer in ausreichendem Maße stellen können oder wollen, ist zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen. Eine Herausforderung für die Wasserwirtschaftsverwaltung, die sich auch als Berater der überwiegend kommunalen Wasserversorgungsunternehmen versteht.
2.348 Wasserversorgungsunternehmen (WVU) sichern in Bayern die öffentliche Wasserversorgung und beliefern ihre Kunden mit Trinkwasser in der geforderten Qualität. Auf dem Gebiet der BRD sind dies insgesamt 6.211. Erfasst sind hier öffentliche Wasserversorger ab einer Abgabe von 1.000 m3 pro Jahr [1]. Rd. 1000 WVU, das sind 43 % der WVU in Bayern, verteilen weniger als 100.000 m3 pro Jahr und gemeinsam lediglich rd. 4 % der gesamten Wasserabgabe von ca. 1.036 Mio.m3 [2] (Bild 1). Im Vergleich mit anderen Bundesländern weist Bayern somit eine äußerst kleinräumige Versorgungsstruktur auf (Tabelle 1). Diese dezentrale Struktur basiert überwiegend auf der Verwendung ortsnaher Wasservorkommen, wie dies auch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG, § 50 Abs. 2) vorgibt.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 07-08/2010 (Juli 2010) | |
| Seiten: | 5 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Jürgen Engler | |
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