„LNG auf dem Weg zu neuen Ufern“ – LNG-Boom für Europa trotz der Wirtschaftskrise?

Über viele Jahrzehnte galt LNG als teure Speziallösung der Erdgasversorgung aus abgelegenen Produktionsgebieten in isolierte Spezialmärkte wie Japan oder Korea. In den letzten Jahren fand seine rasante Entwicklung bei allen Teilen der LNG-Lieferkette (Verflüssigung, Seetransport, Wiederverdampfung) statt, die zuvor niemand für möglich gehalten hätte. LNG gilt seitdem als die Zukunftstechnologie zur Deckung wachsender Nachfrage bei schrumpfender Eigenproduktion in Europa wie in den USA. Trotz Ölpreisverfall, Finanzkrise und stagnierender Weltwirtschaft steht langfristig der Bedarf an neuen LNG-Importen in Europa und den USA außer Frage.

Ein Drittel der noch nicht erschlossenen, aber förderbaren Gasvorkommen der Erde liegt nördlich des Polarkreises, das sind 47,3 Billionen Kubikmeter. 70 Prozent davon liegen im Westsibirischen Becken. Im arabisch-persischen Golf liegt in einer Tiefe von drei- bis fünftausend Metern das bislang größte zusammenhängende Erdgasvorkommen der Welt. Nie zuvor wurde in einer einzigen Lagerstätte mehr Erdgas entdeckt als im „North Field“ vor der Küste Katars, das bis in den iranischen Küstenbereich reicht. Und Nigeria verfügt über die größten nachgewiesenen Erdgasressourcen Afrikas. Die Liste von Ländern mit großen, bislang für den Export nicht voll genutzten Erdgasreserven ließe sich noch auf viele Weltgegenden fortsetzen, wie beispielsweise Peru, Venezuela, Turkmenistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Iran, Irak, den Jemen oder Papua-Neuguinea. Viele der Lagerstätten sind bereits seit Anfang der 70er- Jahre bekannt, und längst hat man sich daran gewöhnt, dass Energiequellen in immer weiter entlegenen Teilen der Welt erschlossen werden müssen, viele tausend Kilometer entfernt von den Verbrauchszentren.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 9 - 2009 (September 2009)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Jochen Weise

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