Normgerechte Absicherung von Trinkwasser-Installationen – die zehn Todsünden in privaten Hausinstallationen

Im Jahr 2006 wurden im Bundesgebiet 550 Infektionen der meldepflichtigen Legionellose an das Gesundheitsamt berichtet. Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut schätzten die Dunkelziffer der Legionelloseerkrankungen bundesweit jedoch mit ungefähr 30.000 Infektionen weit höher, da die Legionärskrankheit nur schwer von einer typischen Lungenentzündung zu unterscheiden ist. Bemerkenswert hierbei ist jedoch, dass 70 Prozent der gemeldeten Fälle in privaten Haushalten auftraten. Diese alarmierende Statistik, aber auch die gleichzeitig verhältnismäßig hohe Zahl an Trinkwasserverunreinigungen durch mangelhafte Installationen (Abb. 1) und damit durch Rücksaugung oder Rückdrücken von verunreinigtem Wasser sollte Grund sein, nachfolgend die Trinkwasser-Installation in einem Privathaushalt genauer zu betrachten. Dieser Beitrag zeigt die zehn häufigsten Fehler.

- Gefahr durch unzulässige Rückwirkungen
- Rechtsgefahr aaRdT
1. Sicherungsarmatur direkt hinter der Wasserzähleinrichtung
2. Filter unmittelbar nach dem Wasserzähler
3. Fehlender oder nicht gewarteter Druckminderer
4. Mangelhafter Anschluss Warmwasserbereiter
5. Fehlende oder mangelnde Zirkulation
6. Unsachgemäßer Heizungsfüllanschluss
7. Nicht ausreichende Absicherung der Außenzapfstelle
8. Unzulässiger Kurzschluss zwischen Trink- und Regenwasser
9. Mangelnde Absicherung bei Badeprodukten
10. Fehlerhafter Betrieb der Trinkwasseranlage
- Absicherung gegen jedes Risiko



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2009 (Mai 2009)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Arnd Bürschgens

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