Wasserversorgung in der Not- und Katastrophenhilfe

Zu den wichtigsten Aufgaben in der internationalen Not- und Katastrophenhilfe gehört eine den Bedürfnissen und Bedingungen der betroffenen Bevölkerung angepasste Wasserversorgung. Die Hauptakteure auf diesem Gebiet sind international tätige Hilfsorganisationen, die schnell und effizient auf die komplexen und schwierigen Anforderungen reagieren können.

Perspektivisch sind exportorientierte deutsche Firmen gefordert, die wenigen deutschen Hilfsorganisationen, die im Bereich Trinkwasser- und Sanitärversorgung arbeiten, zu unterstützen und durch Entwicklung kostengünstiger und angepasster Technologien die technischen Grundlagen für eine Wasseraufbereitung in unterentwickelten Regionen und Katastrophengebieten zu schaffen. Nicht zuletzt eröffnet dieses Engagement unter Umständen einen Zugang zu interessanten Zukunftsmärkten. Bei Projekten des Private Public Partnerships sollte die Einbeziehung armer und ärmster Bevölkerungsschichten bei der Grundversorgung mit bezahlbarem Trinkwasser eine Voraussetzung für ein Engagement deutscher Wasserversorgungsunternehmen sein. Universitäten und Hochschulen hingegen sollten sich angesichts des Themas „Trinkwasserversorgung und Sanitärproblematik in unterentwickelten Ländern“ ein Beispiel an Großbritannien und den Niederlanden nehmen, wo spezielle Ausbildungskurse im Bereich „Water and Sanitation“ für Fachkräfte bereits einen wichtigen Beitrag dazu leisten, 80 Prozent aller wasser- und hygienebedingten Krankheiten weltweit durch Zugang zu sicherem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen zu vermeiden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2009 (Mai 2009)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Sven Seifert

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