
Mit zunehmender Globalisierung wächst die Bedeutung wirtschaftlich und sozial starker Regionen. Nationale Grenzen verursachen oft ein Strukturgefälle, das es aus Sicht der Europäischen Union (EU) zu überwinden gilt [1]. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit hilft wesentlich dabei, die strategischen Ziele der EU zu erreichen. Ebenso ist bei der Hochwasservorsorge und -bewältigung die internationale Zusammenarbeit unabdingbar. Diese Verbesserung des Hochwasserrisikomanagements war und ist Ziel der auf transnationaler Ebene verankerten INTERREG-Projekte ELLA und LABEL.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 11 / 2009 (Dezember 2009) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Dipl.-Geogr. Matthias Grafe Dipl.-Hydrol. Anke Goerigk | |
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Hochwassermanagement und Bauvorsorge – transnationale Ansätze im Mosel-Saar-Einzugsgebiet
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2009)
In den vergangenen Jahren wurde Europa von mehreren verheerenden Hochwasserereignissen heimgesucht. In Deutschland entstanden durch die großen Hochwasserereignisse der letzten Dekade allein materielle Schäden in Höhe von rund 13 Mrd. € [1]. Die Hochwasserereignisse an den wichtigen mitteleuropäischen Flüssen betreffen durch ihre grenzüberschreitenden Auswirkungen fast immer mehrere Staaten und Regionen. Effektiver Hochwasserschutz sowie wirksame Hochwasservorsorgemaßnahmen können daher nur lokal und gleichzeitig grenzüberschreitend realisiert werden. Diesem wesentlichen Ansatzpunkt trägt die Europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie Rechnung (HWRM-RL[2]).
Risikokommunikation in der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie der EU – eine Evaluation von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2009)
Die HWRM-RL fordert Information und Beteiligung der Öffentlichkeit. Das EU-Life-Projekt FloodScan evaluiert Informationsinstrumente um Empfehlungen für deren Gestaltung zu formulieren. So sollten zum ersten assoziative Blautöne in Gefahrenkarten verwendet werden. Zum zweiten sollten Fachbegriffe (Jährlichkeit!) unbedingt vermieden werden. Die Begriffe der HWRM-RL mit seltenen, mittleren und häufigen Ereignissen sind eine gute Alternative, besonders in Kombination mit Pegelständen. Schließlich sollten modellierte Szenarien zusammen mit vergangenen Hochwässern kommuniziert werden.
Hochwasserrisiken meistern - Das Vorgehen zur Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in Niedersachsen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2013)
Am 23. Oktober 2007 ist die europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) in Kraft getreten. Die Ergebnisse der ersten Arbeitsschritte zur Umsetzung der Richtlinie und das niedersächsische Vorgehen bis hin zur Erarbeitung der HWRM-Pläne werden vorgestellt.
Instrumente und Initiativen zur Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie
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Im folgenden Beitrag sollen Instrumente oder Initiativen zur Umsetzung der Hochwasserrisi¬komanagement-Richtlinie (HWRM-RL) vorgestellt werden. Die ausgewählten Beispiele stellen flankierende Maßnahmen dar, die zusätzlich zu den laut HWRM-RL durchzuführenden Arbei¬ten einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Hochwasserrisiken und zur Bewusst¬seinsbildung bewirken können. Die Beispiele verdeutlichen auch, dass es für die Zielerrei¬chung der HWRM-RL wichtig ist, wesentliche Akteure außerhalb der Wasserwirtschaft mit einzubinden und durch Fachkommunikation zu erreichen.
Umsetzungsinstrumente der HWRM-RL in Baden-Württemberg am Beispiel der Dreisam
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Bereits mit der Erarbeitung der HWRM-Pläne in Baden-Württemberg soll die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen durch die Akteure unterstützt werden. Dafür wurden gemeinsam mit den relevanten Akteursgruppen landesweite Instrumente erarbeitet. Dies sind vor allem landesweite Ziele, ein daraus abgeleiteter Maßnahmenkatalog und eine darauf abgestimmte Ermittlung des Handlungsbedarfs sowie die intensive Beteiligung von Akteuren und Öffent¬lichkeit im Rahmen der Hochwasserpartnerschaften.
