Optimierung der Schwebstoffmessung mittels ADCP

Sedimentmanagement in Fließgewässern gewinnt aus technischer, ökonomischer und ökologischer Sicht zunehmend an Bedeutung. Für die Erfassung des Schwebstofftransportes ist neben den Konzentrationsganglinien die Verteilung der Schwebstoffe im Querprofil von Interesse, um repräsentative Schwebstofffrachten bestimmen zu können. Dieser Artikel diskutiert die Verwendbarkeit von ADCP- Messungen für die Schwebstoffmessung, welche ansonsten standardmäßig bei der Durchflussermittlung eingesetzt werden. Ansätze zur Optimierung werden vorgestellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass ADCP-Daten zur Untersuchung von Konzentrationsverteilungen in Querprofilen von Flüssen geeignet sind und damit eine Analyse mit hoher räumlicher Auflösung ermöglichen. Aufgrund der Abhängigkeit der absoluten Rückstreuintensitäten von Korngrößenverteilungen und der Schwebstoffkonzentrationen ist eine direkte Umrechnung ohne weitere Kalibrierung mittels Konzentrationsdaten, die aus Entnahmen unmittelbar vor oder nach den ADCP-Messfahrten verteilt im Querprofil bestimmt werden, nicht möglich. Die Untersuchungen an den Messstellen in Admont und Mureck zeigten, dass die für die Kalibrierung erforderliche Anzahl der Proben einerseits von den Genauigkeitsansprüchen und andererseits von der Heterogenität der Schwebstoffkonzentrationsverteilungen in den Querprofilen abhängt. Während in Admont mindestens an drei Lotrechten je vier Proben entnommen werden müssen, um die Abweichungen auf ±5 % beschränken zu können, reichen am Profil in Mureck lediglich zwei Lotrechte aus. Die ausschließliche Verwendung von Oberflächenproben scheint ebenfalls akzeptable Ergebnisse zu liefern. Weitere dahingehende Untersuchungen werden derzeit bearbeitet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 01 / 2009 (März 2009)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Willibald Kerschchbaumsteiner
Dipl.-Ing. Marlene Haimann
Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Habersack

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