Optimierung der Stromproduktion in kommunalen Klärwerken am Beispiel der Brennstoffzelle

Kläranlagen sind bedeutsame Energieverbraucher, aber auch Energieproduzenten. Zur Erhöhung der Eigenstromversorgung sollte zum einen die Klärgasproduktion gesteigert, zum anderen die Verstromung durch den Einsatz neuer Technologien effizienter gestaltet werden. Hierbei bietet die Brennstoffzellentechnologie ein erhebliches Potenzial, wie eine Studie für Baden-Württemberg zeigt. Mit dem Betrieb einer Schmelzkarbonatbrennstoffzelle auf der Kläranlage Stuttgart-Möhringen liegen erste positive Betriebserfahrungen für ein 280-kWel-Modul bei Einsatz mit Klärgas vor.

Kläranlagen verbrauchen zur Reinigung des Abwassers erhebliche Mengen an Energie, können aber durch den Schritt der anaeroben Schlammstabilisierung auch einen wesentlichen Beitrag zur Energieerzeugung und insbesondere der Stromproduktion liefern.
Die Eigenproduktion kann auf Kläranlagen insbesondere durch eine Erhöhung der Gasproduktion und eine Verbesserung der Energieausbeute aus dem Klärgas erzielt werden. Während die Gaserzeugung durch betriebliche Maßnahmen und Co-Fermente gesteigert werden kann, lässt sich die Stromerzeugung durch eine möglichst vollständige Nutzung des Klärgases und durch Integration neuer Technologien, wie der Brennstoffzellentechnologie, steigern. Im Rahmen einer Potenzialstudie wurde für Baden-Württemberg gezeigt, dass eine Verdopplung der derzeitigen Stromproduktion in den Kläranlagen somit möglich ist.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 01 / 2009 (März 2009)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz
Dipl.-Ing. Hartmut Klein

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