Klimawandel und Niedrigwasserentwicklung in Baden-Württemberg – Ursachen und Projektionen

In den vergangenen Jahren wurden in Baden-Württemberg bereits ehrere Trockenperioden beobachtet, die zu Niedrigwasser in den oberirdischen Gewässern führten. Durch die Untersuchung von gemessenen Zeitreihen ausgewählter meteorologischen, hydrometeorologischen und hydrologischen Kenngrößen wird daher versucht, Hinweise zu erhalten, ob diese extremen Trockenperioden als Phänomene natürlicher Variabilität oder ob sie als Auswirkungen von klimatischen Veränderungen zu bewerten sind.

Die klimatischen Bedingungen in Baden-Württemberg haben sich im 20. Jahrhundert nachweisbar verändert. In den Sommern der vergangenen Jahre wurden wiederholt extreme Trockenperioden beobachtet, die an zahlreichen Gewässern zu Niedrigwassersituationen geführt haben. Es werden zuerst die Ergebnisse der Untersuchungen zur Entwicklung von meteorologischen, hydrometeorologischen und hydrologischen Kenngrößen in der Vergangenheit vorgestellt. Sie zeigen, dass die Auftretenswahrscheinlichkeit einer extrem trockenen Vegetationsperiode und eines ausgeprägten Niedrigwasserjahres seit 1985 deutlich angestiegen ist. Des weiteren werden die Ergebnisse von Projektionen der Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts auf die Entwicklung der Niedrigwasserverhältnisse vorgestellt, die mithilfe der Modellkette eines regionalen Klimamodells in Verbindung mit den Wasserhaushaltsmodellen erstellt wurden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 01 / 2009 (März 2009)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Wolfgang Hennegriff
Dipl.-Ing. Vassilis Kolokotronis

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