Untersuchung des Karbonatisierungspotentials industrieller Abfälle mittels direkter, wässriger Karbonatisierung

Die mineralische Karbonatisierung von Sekundärstoffen bietet eine innovative Möglichkeit, Kohlenstoffdioxid in Materialien zu speichern, die andernfalls häufig keinerlei Verwendung mehr finden.

In dieser Studie wird die Karbonatisierungseffizienz von 11 verschiedenen Sekundärstoffen aus der Feuerfestproduktion, der Abfallverbrennung und der Papierindustrie im Vergleich zu unbehandeltem und thermisch aktiviertem Serpentinit untersucht. Zur Bestimmung der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung wurden eine Vielzahl an Analysemethoden eingesetzt. Jedes Material wurde über eine Reaktionszeit von 6 bzw. 10 Stunden bei 180 °C und einem Ausgangsdruck von 20 bar untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse wurden mit der berechneten theoretischen CO2-Aufnahme verglichen. Die Ergebnisse zeigen eine Karbonatisierungseffizienz von 14 bis 65 % für sekundäre Materialien, verglichen mit 0.7 bis 14 % bei den Serpentinitproben. Die höchste Aufnahme erreichten die feuerfesten Materialien, was in erster Linie auf ihren hohen Metalloxidgehalt zurückzuführen ist. Materialien mit höherem SiO2-Gehalt zeigten eine geringere Leistung, was auf den Aufbau einer Passivierungsschicht, während der Karbonatisierung schließen lässt.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2024 (Dezember 2024)
Seiten: 6
Autor: Florian Schinnerl
Sarah Reiter
Markus Lehner

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