CO2-armer Ökomauerstein aus mineralischen Recycling-Brechsanden

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und zur Erreichung des Klimaziels, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, gilt es natürliche Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Im praxisorientierten Forschungsvorhaben „CO2- armer Ökomauerstein“ werden beide Zielstellungen zugleich verfolgt, indem stoffeigene hydrothermale Härtungspotenziale mineralischer Brechsande aus der Bauschuttaufbereitung für die Produktion wandbildender Formsteine mit ähnlichen Eigenschaften zum Kalksandstein ausgelotet werden. Im Fokus stehen dabei Betonbrechsande (BBS). Diese enthalten konzeptbedingt die für die hydrothermale Härtung erforderlichen Bestandteile: 

  • Reaktiver Kalk aus der atmosphärischen Hydratation der Klinkerphasen und aus Umkristallisationen der CSH-Phasen im Zuge der hydrothermalen Härtung
  • Reaktive quarzitische Sande des Betons und/oder anderer mineralischer Gesteinskörnungen. 
Für die werkseigene Produktionskontrolle wird eine Untersuchungsmethode zur Feststellung der hydrothermalen Reaktivität von BBS aus der Bauschuttaufbereitung vorgestellt. Im Beitrag werden Untersuchungsergebnisse aus Labor-, Technikums- und Werksversuchen vorgestellt, die Betonbrechsand als ein eigenständig hydrothermal reaktives Ausgangsmaterial für die Herstellung von Werksteinen zeigt, mit dem natürliche Ressourcen geschont und CO2-Emissionen vermieden werden können.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2024 (Dezember 2024)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Frank Hlawatsch
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Harald Kurkowski
Dr. Wolfgang Eden
Zakaria Istanbuly
Prof. Dr.-Ing. Daniel Ufermann-Wallmeier

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