Die Sortierung von Abfällen stellt den ersten und wichtigsten Schritt in Richtung des Recyclings dar und ist ein fundamentaler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft (Plastics Europe, 2021). Selbst im 21. Jahrhundert stellt die manuelle Sortierung von Abfällen einen essenziellen Teilschritt dar. In größeren Sortieranlagen wird händische Sortierung in Sortierkabinen als Ergänzung bzw. in Kombination mit der automatischen sensor-basierten Sortierung genutzt.
Innovationen im Bereich der Handsortierung von Abfällen stagnierten über Jahrzehnte, deswegen hat sich das Projekt recAIcle zum Ziel gesetzt die Handsortierung in das 21. Jahrhundert zu befördern und zu digitalisieren. Ziel ist es ein Assistenzsystem zu entwickeln, dass Sortierarbeiter:innen bei ihrer Sortierentscheidung unterstützt in dem es relevante Abfallpartikel am Sortierband hervorhebt. Der Fokus liegt dabei auf der Sortierung von Kunststoffen. Der Prototyp des recAIcle-Systems befindet sich in Erprobung und wird laufend weiterentwickelt. In diesem Beitrag wird auf das Prototypdesign und auf die wichtigsten Features des Systems eingegangen. Speziell wie das System von den Sortiermitarbeiter:innen lernt, auf die Implementierung von Continual Learning in das System für das Klassifikationsmodell und das Augmentationssystem als Schnittstelle zwischen Sortiermitarbeiter:innen und dem recAIcle-System.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Recy & Depotech 2024 (Dezember 2024) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Julian Aberger Dipl.-Ing. Dr. mont. Renato Sarc Lena Brensberger Benedikt Haecker Georgios Sopidis | |
| Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden. | ||
Bio- und Grünabfallverwertung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Von der Sammlung bis zur Erzeugung hochwertiger Loisachtaler Erden
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen startete in den 1980er Jahren als einer der Pioniere mit der Einführung der Getrenntsammlung von Abfällen im Rahmen eines 2-Tonnensystems (Altstoff- und Nassmülltonne). Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept weiterentwickelt und 1993 die separate Erfassung und biologische Behandlung von Bio- und Grünabfällen über die Biotonne eingeführt.
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.
Pflicht zur Alttextilien-Erfassung/-Verwertung
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (8/2025)
Seit dem 1.1.2025 sind die Städte, Gemeinden und Kreise in ihrer Funktion als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger gemäß § 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 6 und S. 2 KrWG verpflichtet, im Rahmen der ihnen obliegenden Abfallentsorgungspflicht die getrennte Sammlung und Verwertung von Alttextilien durchführen.
Das neue europäische Textilabfallrecht– Die Reform der Abfallrahmenrichtlinie
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (8/2025)
Der Beitrag analysiert die geplante Novelle der europäischen Abfallrahmenrichtlinie, mit der eine erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien eingeführt werden soll. Ziel der Reform ist die Förderung einer kreislauforientierten Textilwirtschaft durch neue Regelungen zur Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und zum Recycling von Textilabfällen.
Einführung eines EPR-Systems für Textilien – Stand der Umsetzung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Im Juli 2023 hat die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie (AbfRLL) veröffentlicht. Wie angekündigt, wurde für Textilien die verpflichtende Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) vorgeschlagen. Der Entwurf enthält verschiedene Vorgaben zum Anwendungsbereich, der Finanzierung inklusive Öko-Modulation sowie zur Organisation und zum Regime eines EPRSystems.
