Smartes Recycling mit dem digitalen Produktpass – Welche Informationen braucht es und welche Herausforderungen gilt es zu meistern in der Abfallbehandlung von Elektro- und Elektronikgeräten?

Die globale Produktion und der Konsum von Elektro- und Elektronikgeräten (EEE) gehören derzeit zu den stärksten wachsenden Wirtschaftsbereichen und Abfallströmen. Im Jahr 2018 wurden rund 10,3 Tonnen EEE in den Europäischen Markt gebracht, wovon 38,9% recycelt wurden. Folgt man den Prognosen wird sich das Marktwachstum und die damit verbundenen Elektroschrottmengen in Zukunft weiterhin massiv steigern, sofern sich die Praktiken aller Wirtschaftsakteure nicht ändern (EC 2019).

Der von der Europäischen Kommission geplante digitale Produktpass soll ein zentrales Instrument für die Speicherung und den Austausch von Produktinformationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus werden. Hierzu gehören insbesondere detaillierte Informationen zu den Material- und Designeigenschaften von Produkten, welche als Schlüsselfaktoren für ein hochwertiges Recycling und die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft gelten. Das Ziel der vorliegenden Kurzstudie ist es, die gesetzlichen Informationsanforderungen im Bereich der Abfallbehandlung zu bewerten und bestehende Informationslücken zu identifizieren, welche eine besonders Relevanz für die Einführung eines digitalen Produktpass aufweisen. Auf Basis eines Screening der wichtigsten gesetzlichen Anforderungen und dem Einbezug von verschiedenen Stakeholdern kann gezeigt werden, dass der Hauptinformationsbedarf derzeit Informationen auf Materialebene (Gefahrstoffe, Materialidentität, Klassifizierung) sowie designbezogene Informationen zur Demontage umfasst. Aufgrund der Komplexität der Lieferketten und steigendenden Abfallrelevanz stehen Elektro- und Elektronikprodukte im Fokus der Studie.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2022 (November 2022)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Eduard Wagner
E. Poppe
M. Malzacher
D. Baumgärtel
I. Budde

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