Einsatz der elektrodynamischen Fragmentierung zum Recycling von Werkstoffverbunden

Die zunehmende Stoffvielfalt moderner Produkte erfordert bei gleichzeitig sinkenden Stoffmengen und strengeren juristische Vorgaben, z.B. in Form steigender Verwertungsquoten, die Erforschung alternativer Recyclingverfahren.

Die Elektrodynamische Fragmentierung ist ein physikalisches Trennverfahren, bei welchem Feststoff ein einem Wasserbad Hochspannungspulsen für eine Dauer von unter 500 ns ausgesetzt werden. Durch die Kürze der Pulse erfolgt die Hochspannungsentladung trotz der Leitfähigkeit des Wassers durch den Festkörper. Die entstehenden Druckwellen (109 bis 1010 Pa) trennen das Feststoff-Probenmaterial an den Grenzflächen bzw. Korngrenzen auf.

Mittels elektrodynamischer Fragmentierung lassen sich Wertstoffe wie z.B. Halbleitermetalle aus Photovoltaik-Modulen oder Verstärkungsfasern aus Glasfaserverstärkten Kunststoffen heraustrennen. Im Sinne einer Kreislaufschließung bieten sich solche Sekundärrohstoffe zur Integration in bereits existierende Verwertungswege an.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2016 (November 2016)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: MSc Fadri Pestalozzi
Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky
Prof. Dr. Thomas Hirth

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