Waste Intelligence – die Potenziale der Ressource Abfall

2012 – die gesamte Abfallbranche spricht vom Wandel hin zur Ressourcenwirtschaft. Wertstof-fe – gewonnen aus Abfällen - sollen – ja müssen - Primärrohstoffe ersetzen, um den steigenden Rohstoffbedarf der Zukunft überhaupt abdecken zu können.

Die Abfallwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Roh-stoffpreise bewirken eine höhere Nachfrage nach Sekundärstoffen. Gleichzeitig wird es immer herausfordernder, den anfallenden Konsumabfall fach- und umweltgerecht in möglichst großem Umfang stofflich zu verwerten. Das klassische Geschäftsmodell der privaten Entsorgungswirtschaft, dass ein Unternehmen von der Abholung bis zur endgültigen Deponierung alle Schritte der Wertschöpfungskette abdeckt, wird aufgrund des stetig fortschreitenden Spezialisierungsgrades als vorherrschendes Geschäftsmodell von einer insgesamt diversifizierten Unternehmenslandschaft abgelöst. Die Effizienz der Entsorgungs- und Recyclingprozesse ist jetzt schon ein präsentes Thema und wird mittelfristig auch betriebswirtschaftlich immer mehr an Bedeutung gewinnen. Anstelle der Abfallsammler- bzw. -entsorgertätigkeit als Hauptgeschäftsfeld, wird die Aufbereitung von Abfällen zu Sekundärrohstoffen und deren Vermarktung immer weiter in den Vordergrund rücken. Auch der Handel mit CO2-Zertifikaten wird für den modernen Entsorger zunehmend interessant. Dafür bedarf es betriebswirtschaftlich abbildbarer, marktfähiger, intelligenter Lösungen – Waste Intelligence.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2012 (November 2012)
Seiten: 6
Autor: Mag. Helmut Burger

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