„Smart Energy from Waste“: Trennen – Recyclen – Thermisch Verwerten

Die Abfallwirtschaft hat sich längst von der Entsorgungswirtschaft zur Roh-stoff- und Energiewirtschaft gewandelt. In diesem Zusammenhang bieten Siemens und ENPOS mit dem neu entwickelten Konzept der mechanisch-thermischen Abfallbehandlung eine sinnvolle Alternative zum Deponieren beziehungsweise zur Massenverbrennung von Kommunalabfäl-len an. Das Recycling- und Energiepotenzial des Restabfalls wird durch dieses neue und innova-tive Verfahren optimal genutzt.

Im Sinne einer Ressourcen schonenden Abfallverwertung findet nun im Rahmen einer mechani-schen Aufbereitung eine stoffliche Separierung statt, sodass in weiterer Folge ausschließlich je-ne Anteile des Abfalls thermisch verwertet werden, die nicht recycelt werden können. Das Mo-dell fördert gerade für klein bis mittelgroße Anlagen von 80.000 bis 150.000 Jahrestonnen die Regionalität der Entsorgung und bringt die Energie zum dezentralen Verbraucher.
Die Aufbereitung der Restabfälle erfolgt in einfachen Prozess- und Aufbereitungsschritten:
Schritt 1: Die Zerkleinerung des eingehenden Abfalls mittels der bewährten Prallmühle, ei-nem äußerst robusten Schnellläufer, der für eine selektive Zerkleinerung sowohl der Organik als auch der Hartstoffe sorgt.
Schritt 2: Die Siebung des zerkleinerten Abfalls in:
o < 50 mm organisch angereicherte Fraktion
o 50 mm hochkalorische Fraktion
Schritt 3: Die Sichtung der FE und NE Metalle aus den Hauptströmen
Schritt 4: Die Sichtung der Hartstoffe mittels Windsichter aus der organisch angereicherten < 50 mm Fraktion, sodass ein kompakter Strom bestehend aus Glas und Steinen (vorwiegend < 30 mm Korngröße) entsteht, der als Bauhilfsstoff Verwendung finden kann.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2012 (November 2012)
Seiten: 4
Autor: Dietmar Sohm
Manfred Haselgrübler

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