Der Betrieb von Shredderanlagen zur Aufbereitung und Separierung von Metallschrotten verur-sacht zwangsläufig die Freisetzung von Luftschadstoffen, die beim Shreddervorgang dem Shreddermaterial entweichen. Um die Emission dieser Luftschadstoffe in die Atmosphäre und deren Niederschlag (Immission) in die unmittelbare Umgebung zu vermeiden, muss die Shred-deranlage gekapselt und die Abluft aus den Bearbeitungsaggregaten erfasst und gereinigt wer-den.
Shredderanlagen dienen der mechanischen Zerkleinerung und Separation von Metallschrotten. Je nach Inputmaterial entweichen dem Shreddervormaterial während des Zerkleinerungsprozesses unterschiedliche Substanzen. Die freigesetzten Schadstoffe finden sich zum Teil als flüchtige organische Kohlenwasserstoffe in der aus der Shredderanlage abgesaug-ten Abluft wieder. Zur Abscheidung dieser sogenannten VOCs existieren derzeit keine erprob-ten Verfahren. Weltweit erstmals wird jetzt bei der Loacker Recycling GmbH in Österreich und der SRP GmbH in Deutschland ein Verfahren zur Abscheidung dieser Luftschadstoffe einge-setzt. Die Abscheidung erfolgt mit einem kombinierten Verfahren, welches in zwei Stufen bzw. Schritten arbeitet. Durch die Kombination der Verfahren Ionisation und Adsorption an Aktiv-kohle ist eine effektive Oxidation der VOC´s möglich und somit eine massive Reduktion der KW-Emissionen erreichbar (Acontec AG 2012). Aufgrund der Regeneration der Aktivkohle während der Nacht- bzw. Ruhezeiten kann die Standzeit der Aktivkohle entscheidend verlän-gert werden. In einer ersten Testphase wurden Teilströme aus der Shredderanlage mit dem kombinierten Verfahren gereinigt. Die bisherigen Betriebsergebnisse zeigen, dass das Verfah-ren in dieser Anwendung erfolgreich eingesetzt werden kann. Die Loacker Recycling GmbH steht bereits im Genehmigungsverfahren nach dem Abfallwirtschaftsgesetz. Bei der SRP GmbH läuft ein Großversuch unter Mitwirkung des Anlagenherstellers und der lokalen Genehmigungsbehörde.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2012 (November 2012) | |
| Seiten: | 8 | |
| Autor: | Marco Ortner A Burghardt | |
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