Deponien bedürfen einer Nachsorge um negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verhindern. Die Nachsorge umfasst in erster Linie die Erfassung und Behandlung der noch ent-stehenden Emissionen, die die Kontrolle des Deponiekörpers und der deponietechnischen Ein-richtungen sowie alle dafür notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten umfasst. In Österreich befinden sich derzeit an die 100 Deponien (vorwiegend Baurestmassen- und “Haus-mülldeponien“) in der durch die Deponieverordnung geregelten Nachsorgephase. Diese Depo-nien können aus der Nachsorge entlassen werden, wenn aus der Sicht der zuständigen Behörde keine Gefährdung für Mensch und Umwelt mehr zu erwarten ist.
Deponien bedürfen einer Nachsorge, um negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu verhindern. Die Nachsorge kann beendet werden, wenn die Deponie aus der Sicht der zuständigen Behörde keine Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellt. Im Rahmen dieser Arbeit werden für drei geschlossene Hausmülldeponien standortspezifische Nachsorgeentlassungskriterien ermittelt und im Hinblick auf damit verbundene Nachsorgedau-ern bewertet. Die abgeschätzten Nachsorgedauern werden generell durch die Sickerwas-seremissionen bestimmt, da die gasseitigen Entlassungskriterien an den Standorten bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingehalten werden können. Für alle Deponien stellt Ammonium den Sickerwasserparameter dar, für den es am längsten dauert um die Entlassungskriterien zu errei-chen. In Abhängigkeit der gewählten Nachsorgekonzepte ergeben sich für die untersuchten Hausmülldeponien Nachsorgezeiträume von einigen Jahrzehnten bis zu mehreren Jahrhunder-ten. Für den Fall, dass kurze Zeit nach Deponieschließung eine Endabdichtung aufgebracht wird, ist an den Standorten von einer Nachsorge über mehrere Jahrhunderte auszugehen. Durch die Definition eines zu erreichenden Endzustandes für die Deponie stellen die Entlassungskrite-rien die Basis für standortoptimierte Nachsorgekonzepte dar.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2012 (November 2012) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Prof. Dr. David Laner Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Johann Fellner | |
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Einfluss der natürlichen Sukzession auf die Standsicherheit der Oberflächenabdichtung einer Deponie
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Nach Stilllegung einer Deponie wird die Oberflächenabdichtung errichtet und somit beginnt die zeitlich begrenzte Nachsorgephase. Nach Entlassung aus der Nachsorge kann sich der Bewuchs unkontrolliert entfalten. Der Einfluss der natürlichen Sukzession auf die Standsicherheit der Oberflächenabdichtung wird in diesem Beitrag näher untersucht.
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Der Klimawandel gehört zweifellos zu einem der Themen, die die Menschheit derzeit am meisten beschäftigt. Dieser Umstand ermöglicht es einer nicht unbedeutenden Anzahl von Forschern, sich diesem Feld aus wissenschaftlicher Sicht zu widmen. Die wissenschaftlich orientierten Aufgabengebiete sind vielschichtig. Sie reichen von der Weiterentwicklung globaler und regionaler Klimamodelle über die Anwendung von Klimamodellen für die verschiedensten Aufgabenstellungen bis hin zur Erarbeitung von Anpassungsstrategien.
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Tondichtungsbahn und Kunststoffdränelement 24 Jahre
nach der Errichtung
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Auf der Deponie Ansprung in Sachsen (Deutschland) wurde im Jahr 1999 ein Oberflächenabdichtungssystem mit Kunststoffdränelement und geosynthetischer Tondichtungsbahn errichtet. Bei der Tondichtungsbahn handelt es sich um eine vernähte, schwere Calciumbentonitmatte mit 10 kg/m² Bentoniteinwaage, wie sie bereits seit vielen Jahren auch in Österreich als alternatives Abdichtungssystem eingesetzt wird.
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