Das Automobil ist mehr denn je einer der größten Wirtschafts- und Kostenfaktoren, das Wachstum geht weltweit ungebremst weiter, trotz momentaner Stagnation in Bereichen der EU). Im Jahr 2010 waren nach Angaben der Ward's Automotive Group weltweit bereits 1,015 Milliarden KFZ zugelassen, im Jahr 2000 waren es noch 753,7 Mio., d.h. innerhalb von 10 Jahren ein Anstieg um 35 %. Im Jahr 2011 wurden weltweit rund 80 Mio. Kraftfahrzeuge (PKW, LKW und Busse) produziert, davon bereits rund 18 Mio. in China.
Im Bereich Umweltschutz und Abfallwirtschaft ist ein Paradigmenwechsel von Abfallentsorgung bzw. Beseitigung und fragwürdigen Exporten hin zu Ressourceneffizienz und effiziente Abfallverwertung schon lange gefordert, aber immer noch nicht umgesetzt. Am Beispiel Altfahrzeuge und Elektroaltgeräte ist erkennbar, dass der teure und prohibitiv wirksame Verwaltungsaufwand und zusätzliche im Inland vorgeschriebene Abgaben sowie offizielle und inoffizielle Exporte in Länder mit „billigeren" Möglichkeiten (jedoch mit weitestgehend fehlenden Umweltschutz- und Sicherheitsstandards) sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich nachhaltig schädlich ist. Gemäß detaillierte Analyse ist der Verbleib von etwa 38 % der statistisch gelöschten Altfahrzeuge in der EU unbekannt, in Österreich sogar von über 70 % (trotz – oder vielleicht wegen – teurer Bürokratie). In einer fortschreitenden Globalisierung der Wirtschaft werden aber auch die Grenzen des Wachstums sowie Bedrohungen für einzelne Volkswirtschaften zunehmend erkennbar. Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass die EU und auch Österreich in bedrohlichem Ausmaß als rohstoffarm einzustufen sind und China wesentliche Rohstoffmärkte beherrscht. Unabhängig von der Rohstoffsituation ergeben sich aber auch durch den Betrieb von exportierten (Alt-)Fahrzeugen in den Empfangsländern gewaltige Probleme in der Verkehrssicherheit.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2012 (November 2012) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Walter Kletzmayr M. Gratz | |
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CO2-Bilanzierung für eine chemisch-physikalische Behandlungsanlage
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Durch neue gesetzliche Vorgaben (z.B. Lieferkettengesetz, Nachhaltigkeitsberichterstattung), diverse Umweltmanagementsysteme und Anfragen von Kunden ist für eine Datenbereitstellung eine bestehende Stoffstrombilanzierung zur Behandlungseffizienz oftmals nicht mehr ausreichend.
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Die neue Ökodesign-Verordnung (ESPR) führt Digitale Produktpässe (DPPs) als Instrument zur Förderung der Informationstransparenz und Produktzirkularität ein. DPPs bieten großes Potenzial zur Verbesserung der Recyclinglandschaft, indem sie umfassende Informationen über beispielsweise gefährliche Materialien oder Komponenten bereitstellen.
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Mit der novellierten Gewerbeabfallverordnung wurden weitere rechtliche Grundlagen für die getrennte Erfassung von Abfällen und die Stärkung der stofflichen Verwertung geschaffen. Die auf den ersten Blick klaren rechtlichen Anforderungen treffen in der Praxis auf vielfältige Herausforderungen. Aus der
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Notwendige Treiber für Ressourceneffizienz in der Abfallwirtschaft
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Abfall wird vielfach als Ressource am falschen Ort bezeichnet. Die österreichische Abfallwirtschaft ist weltweit ein Vorreiter bei der Nutzung dieser Ressource. Das bestehende System (rechtlich, wirtschaftlich, technisch) bietet dabei sowohl positive als auch negative Anreize diese Ressourcen optimal zu verwenden. In dieser Arbeit wird das bestehende System der EU und Österreichs in Hinblick auf Anreize zur Steigerung der Ressourceneffizienz (Kostenwahrheit, steuerliche Aspekte, Eigentumsverhältnisse, Recyclingquoten, Ziele etc.) analysiert. Im Anschluss daran werden die notwendigen Treiber für Ressourceneffizienz definiert. Zum Abschluss werden Vorschläge und mögliche Maßnahmen für eine Messung im Rahmen eines Ressourceneffizienzindikators und zur Verbesserung der österreichischen Ressourceneffizienz präsentiert.
