Untersuchungen zum Erweiterungspotential einer EAG-Aufbereitungsanlage

Die Fa. Saubermacher betreibt am Standort Unterpremstätten eine Elektroaltgeräte (EAG)-Aufbereitungsanlage. Entwicklungen des Rohstoffmarktes aber auch zukünftige Anforderungen seitens der Gesetzgebung und des Umweltschutzes machen eine tiefere Aufbereitung der Elektroaltgeräte in der Anlage notwendig. Um eine zweite Ausbaustufe der Anlage optimal planen zu können, wurde eine umfassende Stoffstromanalyse nach ÖNORM S 2096, eine Merkmalsklassenanalyse sowie zahlreiche Versuche mit in Frage kommenden Aufbereitungsaggregaten durchgeführt. Die Erkenntnisse aus diesen Arbeiten sind in die Planung der zweiten Ausbaustufe, die im Herbst 2012 in Betrieb gehen wird, eingeflossen.

Die vergangenen Jahrzehnte zeigen einen stark ansteigenden Bedarf an Haushaltsgeräten mit elektrischen und elektronischen Bauteilen, eine ständig steigende Ausstattung von Industrie und Haushalt mit Geräten zum Messen, Steuern und Überwachen mit Hilfe von Informationstech-nik, sowie einen breiten Einsatz von Unterhaltungselektronik. Dies führt zu einer höheren An-zahl an defekten und ausgemusterten Bauteilen und Geräten, welche sich in einer hohen Typen-vielfalt und komplexen Mischungen an verbauten Werkstoffen und Bauteilen präsentieren. Ebenso stellen diese Geräte, mit ihren Größenunterschieden zwischen Mobiltelefon und Klima-anlage, komplexe Gebilde aus Wertstoffen sowie Schadstoffen dar, welche eine hohe Bandbrei-te an aufbereitungstechnischen Verfahren zur Entfrachtung/Anreicherung erfordern.
Die Sammlung und Aufbereitung dieser Elektro(nik)-Altgeräte wurde durch die Errichtung einer Aufbereitungsanlage für Elektro(nik)-Altgeräte durch die Firma Saubermacher Dienstleis-tungs AG am Standort Unterpremstätten im Jahr 2010 Rechnung getragen. Durch kontinuierli-che Entwicklungen des Rohstoff- und Bedarfsmarktes sieht sich die Firma SDAG veranlasst, das bestehende Konzept der Aufbereitungsanlage in einer zweiten Ausbaustufe zu ergänzen um den marktwirtschaftlichen Anforderungen unter der Berücksichtigung der einschlägigen Ge-setzgebung gerecht werden zu können. Hierfür wurden Anlagen- und Materialuntersuchungen durchgeführt, welche als Ausgangskennwert für eine optimierte Wertstoffanreicherung genutzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sind in die Planung der zweiten Ausbaustufe, die im Herbst in Betrieb gehen wird, eingeflossen.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2012 (November 2012)
Seiten: 8
Preis: € 4,00
Autor: Alexander Curtis
S. Lukas
Dipl.-Ing. Dr. mont. Gernot Kreindl
H. Schwarz
Dipl.-Ing. Andreas Schmid

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