Das weltweit zunehmende Abfallaufkommen und die steigenden Emissionen haben einen stärkeren negativen Einfluss auf die natürlichen Lebensräume für den Menschen, sowie auch auf Flora und Fauna. In Österreich betrugen die gesamten Treibhausgas-Emissionen 2009 80,1 Mio. t-CO2 eq (Umweltbundesamt 2011). Der steigende Druck an die Industrieunternehmen, ihr Abfallaufkommen und ihre Emissionen zu vermindern, stellt große Anforderungen an die Produktions- und Dienstleistungsprozesse. Um Einsparungen im Unternehmen in den Bereichen der Treibhausgase, Energieverbräuche und Abfallaufkommen zu erreichen sowie die damit verbundenen Kosten zu reduzieren, stellt der Einsatz einer Energie- und Stoffbilanzierung eine gute Möglichkeit dar, um diese Problembereiche aufzuzeigen und herauszufiltern.
Mit der zunehmenden Fokussierung der Unternehmen auf eine energie- und ressourceneffiziente Produktion kann eine Stoff- und Energiebilanz einen wichtigen Beitrag zur Identifizierung der Verbesserungspotenziale leisten. Mit einer Ökobilanzierung kann einerseits die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens wesentlich verbessert und andererseits auch zur nachhaltigen Entwicklung beigetragen werden. Eine Unterstützung für die ganzheitliche Ökobilanzierung liefern kommerziell verfügbare Softwareprogramme. Dabei ist es wesentlich, aus dem vorhandenen Angebot von Softwaretools, das für die spezifischen Bewertungsvorhaben bestgeeignetste Programm auszuwählen. Die Nutzwertanalyse als Bewertungsinstrument, stellt eine geeignete Anwendungsmöglichkeit dar, die es ermöglicht aufbauend auf der betriebsspezifischen Sichtweise eine fundierte analytische Empfehlung abzugeben. Um den optimalen Softwareeinsatz für einen Betrieb zu gewährleisten, ist es sinnvoll sich die kurzfristigen und mittelfristigen Ziele im Bereich des Umweltmanagements zu definieren und anhand dieser Zielsetzungen eine Bewertung durchzuführen.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2012 (November 2012) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. (FH) Carina Gallien | |
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Die Beschleunigung des Erneuerbaren-Ausbaus durch die EU-Notfall-Verordnung und die novellierte Erneuerbare-Energien-Richtlinie
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2024)
The EU-Emergency-Regulation and the revised Renewable-Energy-Directive are intended to simplify and shorten administrative procedures for the development of renewable energy installations with a view to enhanced climate protection and energy security of supply.
Der Einfluss des Kreislaufwirschaftsgesetzes auf die Entwicklung des Marktes für die energetische Verwertung von Abfällen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2012)
Der Markt zur thermischen Entsorgung und energetischen Verwertung von Abfällen unterlag in den vergangenen zweieinhalb Jahren einem extremen Wandel: Der Rückgang der Produktion in Deutschland während der Finanz- und Wirtschaftskrise führte zu einem massiven Einbruch beim Aufkommen von Gewerbeabfällen. Gleichzeitig stiegen die verfügbaren Verbrennungskapazitäten in Deutschland, insbesondere durch die neu realisierten Ersatzbrennstoff-(EBS-)Kraftwerke, erheblich an (2,7 Millionen Tonnen bzw. 40 Millionen Gigajoule seit 2009). Dabei spielten auch der Abbau von (Produktions-)Lagern sowie die längeren Revisionszeiten insbesondere solcher MVA eine Rolle, die höhere Anteile an Gewerbeabfällen verwerten (höhere Stör- und Schadstoffanteile führen zu Korrosion).
Effizienzprojekt: Umbau Müllheizkraftwerk Bremen – Stromversorgung verdreifachen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2012)
Vor dem Hintergrund endlicher fossiler Energieressourcen, weltweiter Klimaschutzziele und der eigenen ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie hat swb ein neues Geschäftsfeld mit starkem Wachstumspotenzial entwickelt: die Energiegewinnung aus Abfällen. Zwei Projekte stehen dabei im Fokus. Zum einen der Neubau des 2009 in Betrieb genommenen Mittelkalorik-Kraftwerks (MKK) im Bremer Industriehafen, zum anderen die Modernisierung des an der Autobahn A 27 gelegenen MHKW Bremen. Um dort das ehrgeizige Ziel der Verdreifachung des Stromoutputs zu erreichen, investiert swb einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Beim Bremer Energieversorger sind der Schutz von Ökologie und natürlichen Ressourcen sowie die Nutzung von Abfall als Rohstoff zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
„Optical Gas Imaging“ für die Detektion von Gaslecks
© Vulkan-Verlag GmbH (11/2011)
Das sogenannte „Optical Gas Imaging“ führt ein neues Zeitalter für die Gasdetektion ein. Gaslecks zuverlässig zu finden ist ein komplexes Thema und erforderte bis heute Schnüffelgeräte, mit deren Sonde jede potenzielle Leckstelle abgetastet werden musste. Seit einigen Jahren sind Kameras für die Gasvisualiserung erhältlich, die für das menschliche Auge unsichtbare Gase sichtbar werden lassen. Allerdings kann man erst bei der neuen Gerätegeneration von einem Konzept sprechen, das die Bedürfnisse der Anwender trifft.
Kennzahlen zur Betriebsoptimierung von Kesselanlagen
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (1/2011)
Nach Schätzungen des BDH sind heute in Deutschland etwa 30.000 Kesselanlagen mit Leistungen oberhalb von 1 MW Leistung für die Erzeugung von Wärme und Dampf installiert. Zusammengenommen haben diese Anlagen einen nennenswerten Anteil am Primärenergieverbrauch in Deutschland. Sie werden jedoch wegen unterschiedlicher Anforderungen an den Wärmebedarf nur zu einem geringen Anteil kontinuierlich betrieben, so dass für eine zielgerichtete energetische Optimierung auch das Betriebsverhalten berücksichtigt werden muss. Wie im Folgenden dargestellt, ist das Verhältnis von Aufwand und Nutzen bei energetischer Optimierung der Wärmeerzeuger sehr stark von den tatsächlichen Betriebsbedingungen abhängig. So sind zum Beispiel aufwändigere Maßnahmen wie Abgaswärmetauscher und Luftvorwärmung nur bei Anlagen mit hohen Betriebszeiten kommerziell sinnvoll.
