In-Situ-Dekontaminationsmethoden von Chromatschäden

Chrom ist ein Element mit ambivalenten Eigenschaften. In seiner dreiwertigen Form stellt es ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen dar, während es in seinem Oxidationszustand mit sechs Valenzelektronen äußerst toxisch wirkt. Aufgrund der komplexen Wechselwirkungen von Chrom im Boden, befinden sich einige In-situ-Technologien zur Chromatsanierung in Österreich noch im Entwicklungsstadium und können noch nicht zum Stand der Technik gezählt werden. Ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren macht eine Sanierung dieser Schwermetallschäden nur unter Einbeziehung standortspezifischer Parameter möglich, ein Patentrezept ist - wie so oft in der Altlastensanierung - nur sehr eingeschränkt anwendbar. Dieser Artikel befasst sich mit der Darstellung der wichtigsten Wechselwirkungen der Chromspezies in Böden, die eine Basis zur Wahl einer geeigneten In-situ-Sanierungsstrategie bilden. Aufgrund der umfangreichen Varianten bleibt der Überblick auf die ungesättigte Bodenzone beschränkt.

Der Einsatz unterschiedlicher Sanierungstechnologien für die Beseitigung von Chromat hat sich bereits mehrfach bewährt. Trotz dieser Erfolge ist bei den meisten Technologien die Kenntnis der standortbedingten Untergrundverhältnisse und eine Flexibilität bei der Erstellung des Sanierungskonzeptes notwendig, da bei der Altlastenbehandlung ein generelles Konzept zur Sanierung nicht möglich ist. Die biogeochemischen Eigenschaften von Chrom in Verbindung mit der Bodenmatrix können die Effizienz vieler Sanierungsstrategien beeinflussen, ein Verständnis des Zusammenspiels dieser Prozesse ist somit unabdingbar für die Wahl einer effizienten Sanierungsmethode.
Eingangs wird in diesem Artikel über toxikologische Eigenschaften von Chromverbindungen berichtet, denn die Wertigkeit der Chromverbindung hat einen entscheidenden Einfluss auf Toxizität und Mobilität der Spezies. Die unterschiedlichen Formen des Chroms sind an Umweltbedingungen geknüpft, welche die Wahl der angewandten Sanierungsstrategie beeinflussen können. Im Anschluss werden die gängigsten chemischen, physikalischen und biologischen Prozesse erläutert, die bei diesen Sanierungstechnologien eingesetzt werden.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2010 (November 2010)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Peter Müller

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