Der Einsatz eines mikrobiologischenIn-Situ-Verfahrens wurde durch Abbauversuche im Labor evaluiert und optimiert. Die ESW Consulting WRUSS analysierte die in diesem Projekt als „Spezielle Analytik“ bezeichneten Parameter und war für die toxikologischen Untersuchungen verantwortlich. Ziel war es, durch die ausgewählten Sonderparameter und der extra dafür zusammengestellten Biotestbatterie, die Bioreaktor Abbauversuche des IFA Tulln analytisch zu ergänzen und toxikologisch zu begleiten. Die Proben der untersuchten Hotspots wiesen jeweils eine charakteristische Schadstoffzusammensetzung auf. Bei den analysierten Sonderparametern wurden unter anderem 16 Hetero-PAK gemessen und der ΣEPA-PAK gegenübergestellt. Bei einigen Probenahmestellen wurden sehr hohe ΣHetero-PAK Werte gemessen. Zusätzlich zu den chemischen Untersuchungen sind Biotests zur toxikologischen Bewertung herangezogen worden. In diesem Projekt wurde ausführlich das Verhalten einer ausgewählten Biotestbatterie mit realen komplexen Mischungen der vorliegenden Gaswerkskontaminationen untersucht. Generell korrelierte die ausgewählte Testbatterie sehr gut mit den beobachteten Schadstoffen. Durch derartige Untersuchungen können die Auswirkungen von In-Situ-Verfahren beschrieben und beurteilt werden.
In einer Kooperation zwischen ESW Consulting WRUSS, Wien Energie Gasnetz und IFA-Tulln wurde der Einsatz eines mikrobiologischen In-Situ-Verfahrens durch Abbauversuche im Labor evaluiert und optimiert. Die ESW Consulting WRUSS analysierte die in diesem Projekt als „Spezielle Analytik" bezeichneten Parameter und war für die toxikologischen Untersuchungen verantwortlich. Bei den analysierten Sonderparametern wurden unter anderem 16 Hetero-PAK gemessen, dabei handelt es sich um eine Auswahl die bzgl. des Standortes und ihrer vermuteten toxikologischen Relevanz von der ESW Consulting WRUSS getroffen wurde. Im Gegensatz zu den 16 EPA-PAK existiert hier noch kein standardisierter Summenparameter, da die Hetero-PAK in der Vergangenheit, obwohl sie mindestens ähnlich toxikologisch relevant zu bezeichnen sind und auch in nicht unerheblichen Konzentrationen vergesellschaftet mit den PAK auftreten, wenig beachtet wurden (Blotevogel 2008). Ziel war es, durch die ausgewählten Sonderparameter und der extra dafür zusammengestellten Biotestbatterie, die Bioreaktor Abbauversuche des IFA-Tulln analytisch zu ergänzen und toxikologisch zu begleiten. Da es sich um komplexe Verunreinigungsgemische im Grundwasser handelt, die im Zusammenwirken durch die chemische Charakterisierung nicht ausreichend beschrieben werden können, sind neben den chemischen Untersuchungen Biotests zur toxikologischen Bewertung herangezogen worden.
Durch derartige Untersuchungen können die Auswirkungen von In-Situ-Verfahren beschrieben und beurteilt werden. Der zusätzliche biologische Bewertungsansatz betont die Wirkung von Umweltchemikalien und weniger das Vorkommen der möglichen Kontaminanten. Bioverfahren, die die Wirkung von Schadstoffen auf Lebewesen bewerten, sind eine Voraus-setzung, um Umweltbelastungen sinnvoll beschreiben zu können.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2010 (November 2010) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Dr.mont MScTox Klaus Werner Wruss Oliver Mann T. Marosits Paul Schöberl | |
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