Charakterisierung des Schwefels in Müllschlacke

Feste Rückstandsprodukte von Müllverbrennungsanlagen enthalten immer auch Schwefelverbindungen, deren Art und Menge einerseits von den Eigenschaften der thermisch behandelten Abfälle, andererseits von den Betriebsbedingungen der MVA abhängen.

Die Spezifizierung des Schwefels in den festen Verbrennungsrückständen könnte daher beispielsweise Hinweise auf die Qualität des Verbrennungsprozesses geben. Daneben ist sie auch von Bedeutung für das langfristige Deponieverhalten der MVA-Schlacken, da z.B. Sulfide, welche sich in den Schlacken infolge einer unvollständigen Oxidation der Abfälle im Ofen finden können, in der Deponie bei Etablierung aerober Verhältnisse unter Bildung von Schwefelsäure mikrobiologisch oxidiert werden können. Aus den genannten Gründen wurde eine Methode entwickelt, mit der man nicht nur den gesamten Schwefelgehalt, sondern auch die Spezifizierung des Schwefels in der Schlacke zuverlässig bestimmen kann. Durch eine Kombination bekannter Analyseroutinen mit Untersuchungen in einem CS-Analyzer konnte die Aussagekraft der Schwefelanalytik von Schlacken deutlich gesteigert werden.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: DepoTech 2004 (November 2004)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor: C. Müller
Prof. Dr. Hasan Belevi

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Anaerobe/Aerobe Vorbehandlung von Restabfällen in der Flüssigphase
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Um die Restabfälle auf einer Deponie ab 2005 ablagern zu dürfen, sind diese u.a. in einer mechanisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBA) hinsichtlich den Anforderungen der Abfall-Ablagerungsverordnung zu stabilisieren. Ein neues MBAVerfahrenskonzept wurde im Rahmen von Laboruntersuchungen am Arbeitsbereich Abfallwirtschaft an der Technischen Universität Hamburg-Harburg im Auftrag der Firma farmatic biotech energy ag getestet.

Kann in Müllverbrennungsanlagen eine schadstoffärmere Schlacke produziert werden?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (9/2004)
Für eine nachhaltige Entwicklung ist es notwendig, den Verbrauch der Ressourcen sinnvoll zu bewirtschaften und den nächsten Generationen keine kontaminierten Ökosysteme zu überlassen.

Sickerwasser aus verwitterter MVA-Schlacke
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2004)
In einem mehrjährigen Freilandversuch wurden mehr als 500 Sickerwasserproben aus abgelagerten, verwitterten Reststoffen der Abfallverbrennung entnommen und analysiert. Die Analysenergebnisse werden nachfolgend vorgestellt und mit der Sickerwasserzusammensetzung von Monodeponien verglichen.

Thermische Nutzung tierischer Nebenproduktedurch Thermodruckhydrolyse (TDH)
© Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban (12/2002)
Die Untersuchungen des ATZ-EVUS mit einer Technikumsanlage am Standort einer Tierkörperbeseitigungsanlage zeigen, daß eine stabile Monovergärung tierischer Nebenprodukte mit dem TDH-Verfahren eine sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvolle Alternative zur Tiermehlproduktion und anschließender Verbrennung darstellt.

Negative Konsequenzen Premium
© Rhombos Verlag (5/1999)
Am Beispiel der Entsorgung verbrauchter Entwicklerbäder werden die Folgen unklarer Formulierungen des KrW-/AbfG deutlich

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...