Schrittweise zur abfallfreien Walzengießerei

Das 1770 gegründete Hochofenwerk erzeugt seit 1850 Walzwerkswalzen für die Stahlindustrie. Mit Werkstoffoptimierung, Verfahrensumstellungen und Änderung der Energieträger von Kohle und Öl auf Erdgas und Strom ließ sich der Ausstoß an Luftschadstoffen drastisch verringern.

Der Schwefeldioxidausstoß wurde praktisch auf Null abgesenkt und der Staubaustrag um ein Vielfaches auf 25 Jato reduziert. Letzterer konnte mit der 1998 errichteten Gießereihallenentstaubung weiter auf ca. 0,5 Jato abgesenkt werden. Die gereinigte Gießereiabluft wird zur Erwärmung der Formhalle genutzt und spart 100.000 m³ Erdgas ein. Die produktionsspezifischen Abfälle wie Gießereialtsand, Schlacken, Staub, Metallschleifschlamm, usw. verringerten sich so von 350 kg pro Tonne Fertigware auf 200 kg. Seit 1999 werden die Produktionsabfälle nicht mehr auf Deponien verbracht, sondern mit hydraulisch abbindender Flugasche zu Sonderbeton verarbeitet, der zur Untergrundverfestigung im Straßen- oder Deponiebau und als Hohlraumversatz im Bergbau eingesetzt wird. Heute gibt das Unternehmen nicht mehr als 10 kg Abfall/t Fertigware an seine Umwelt ab, weshalb wir nicht im juristischen Sinn, so doch aus der Sicht der Umwelt berechtigt von einer nahezu abfallfreien Walzengießerei sprechen dürfen.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: DepoTech 2004 (November 2004)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: J. Girardi

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