Hydraulische Sicherung der SMD Kölliken/Schweiz

In einer aufgelassenen Tongrube in Kölliken/Aargau in der Schweiz wurden von 1978-85 rund 375.000 Mg Sonderabfälle eingelagert. 1985 wurde die Deponie aufgrund von Reklamationen der Bevölkerung behördlich geschlossen.

Die nachfolgenden Untersuchungen zeigten eine erhebliche Verschmutzungsgefahr für die im Abstrom gelegenen Grundwasserleiter. Anstelle einer Wiedereröffnung mussten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, bevor an den heute vor der Realisierung stehenden Rückbau gedacht werden konnte. Die Sicherung der SMD Kölliken umfasst die Erstellung einer mehrschichtigen Oberflächenabdichtung, den Bau einer mehrstufigen Schmutzwasser- und Abluftbehandlungsanlage, die Bereitstellung einer Interventionsbrunnenreihe im quartären Grundwasserleiter im Abstrom, die Unterbindung unerwünschter Zuflüsse aus dem Zustrombereich mittels Tiefdrainage und schließlich eine Abschirmung der Deponie gegen Süden in Richtung Grundwassergebiet, bestehend aus 129 Vertikalbrunnen mit einem 600 m langen Sammelstollen. Durch die so entstandene hydraulische Barriere wird der gesicherte Rückbau des Deponiekörpers ermöglicht.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: DepoTech 2004 (November 2004)
Seiten: 8
Preis: € 4,00
Autor: Raeto .M. Conrad

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Die TRGS 517
© Rhombos Verlag (9/2008)
Bericht zur Fachtagung vom 13. Juni 2008

Rechtliche Grenzen und Freiräume zur Umsetzung eines landesweiten Stoffstrommanagements
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2008)
Die Preise für viele industrierelevante Rohstoffe sind vor allem seit Beginn des neuen Jahrhunderts drastisch gestiegen. Allein zwischen 2000 und 2005 haben sich die Weltmarktpreise für importierte Rohstoffe im Euro-Raum um über 80 % verteuert. Dieser Trend setzt sich auch aktuell fort. Als rohstoffarmes Land ist Deutschland vom Import vieler Rohstoffe abhängig. Da ein Großteil der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze unmittelbar mit dem industriell-gewerblichen Sektor im Zusammenhang steht, ist Deutschland direkt von dieser Preisentwicklung betroffen. Für den BDI war dies im Frühjahr 2007 ein Anlass dazu, auf einem Rohstoffkongress die Notwendigkeit und die Bedeutung einer ressortübergreifenden strategischen Rohstoffpolitik zu betonen.

Untersuchungen zur Feststellung der Durchfeuchtung von Abfalldeponien mittels geophysikalischer Methode
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2008)
Nach der Umsetzung der EU-Richtlinie in Form der Deponieverordnung ist es erlaubt, eine Infiltration von Wasser in den Deponiekörper unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel vorzunehmen. Die gesetzlichen Regelungen zur Wasserinfiltration finden sich in der Deponieverordnung (DepV) vom 24. Juli 2002. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass nach der Aufbringung der Oberflächenabdichtung eine Austrocknung des abgelagerten Abfalls (Mumifizierung) stattfindet. Seit Juni 2005 muss auf allen Deponieabschnitten, die nach der TA Siedlungsabfall (TASi) Hausmüll abgelagert hatten, die Ablagerung beendet und der Deponieabschnitt mit einer Oberflächenabdichtung versehen werden.

Optimale Abgasreinigung für Abfallverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerke
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Nach Umsetzung der Richtlinie 2000/76/EC sowie der aus der IVU-Richtlinie resultierenden BAT-Vorgaben sind EU-weit einheitliche Standards für die Abgasreinigung zu berücksichtigen. Dennoch gibt es landesspezifische und abfallspezifische Besonderheiten, die bei ansonsten gleichen Randbedingungen zu unterschiedlichen Lösungen führen können. Im folgenden Beitrag werden beispielhaft, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, geeignete Konzepte in Abhängigkeit spezifischer Randbedingungen vorgestellt [5].

Niedertemperatur-Tunneltrockner zur optimierten Wertstoffgewinnung
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (9/2007)
Die energetische Verwertung stand bisher im Vordergrund der Diskussion über Abfallwirtschaftskonzepte und Biomasseverwertung. EEG, Kraftstoffquotengesetz und der CO2-Handel subventionieren direkt oder indirekt die energetische Verwertung. Die stoffliche bzw. werkstoffliche Verwertung wird nicht oder kaum subventioniert. Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1994 hatte nach langen politischen Diskussionen nicht der stofflichen Verwertung den klaren Vorrang gegenüber der energetischen Verwertung eingeräumt. Dennoch bekannte sich das Duale System Deutschland mit Inkrafttreten des KrW-/AbfG in einer freiwilligen Selbstverpflichtung dazu, der werkstofflichen Verwertung die höchste Priorität beizumessen. Erst in der EU-Abfallrahmenrichtlinie, die aktuell vor der Verabschiedung steht, wird der Vorrang der stofflichen Verwertung in der 5-stufigen-Abfallhierarchie festgeschrieben.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...