Neue Entwicklungen in der In-Situ Sanierung mineralölkontaminierter Standorte

Im Zuge des Forschungsprojektes INTERLAND werden innovative Verfahren zur in-situ Sanierung mineralölkontaminierter Standorte entwickelt.

Eine wesentliche Einschränkung bei der in-situ Sanierung stellt die Durchlässigkeit des Untergrunds dar. Im gegenständlichen Projekt wurde ein kombiniertes elektrochemisch/biologisches Verfahren entwickelt, mit dem organische Kontaminationen auch in sehr feinkörnigen Böden abgebaut werden können. Durch elektrochemische Reaktion werden oxidierende Substanzen in-situ erzeugt und durch Anlegen eines elektrischen Feldes im Boden transportiert. Auf diese Weise wird der gesamte Bodenkörper unabhängig von seiner Durchlässigkeit mit Oxidationsmitteln versorgt und die im Rohöl vorhandenen Substanzen oxidiert. Der elektrochemisch erzeugte Sauerstoff steht darüber hinaus für einen mikrobiologischen Abbau zur Verfügung. In einem Technikumsversuch mit rohölkontaminiertem Boden nahm innerhalb von 20 Wochen der Gesamtkohlenwasserstoffgehalt um 56 % ab. Während der elektrochemischen Behandlung wurde eine Erhöhung der Toxizität beobachtet, die zumindest teilweise auf eine Verbesserung der Mobilität von partiell oxidierten Substanzen zurückgeführt werden kann. Vor einer in-situ Anwendung ist daher zu prüfen, ob der elektrochemische Abbau zu einer Mobilisierung der Schadstoffe führt und inwieweit damit Risken während der Sanierung verbunden sind.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: DepoTech 2004 (November 2004)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: H. Aichberger
K. Aichberger
Dragana Todorovic
Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Reiner Braun
Prof.Dr. Andreas Paul Loibner

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