Überwachung und Regulierung im malischen Wassersektor in ländlichen und kleinstädtischen Zentren

Die Republik Mali ist in Deutschland wenig bekannt, obwohl das Land mit 1,24 Millionen km2 drei Mal größer als die Bundesrepublik ist. Allerdings ist mehr als die Hälfte der Oberfläche wüstenartig und nur 4 % sind landwirtschaftlich nutzbar. Mali ist ein Binnenland und umgeben von Algerien, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Guinea, Mauretanien, dem Niger und Senegal. Die Bevölkerung, die heute mehr als 12 Millionen Einwohner erreicht, ist sehr jung: ca. 48 % der Malier sind 14 Jahre oder jünger (in Deutschland: 14 %). Das Bevölkerungswachstum überschreitet 2,7 % (gegenüber Null in Deutschland).

Die Versorgung mit Trinkwasser stellt in Mali eine öffentliche Dienstleistung dar. Allerdings haben bisher nur zwei Drittel der Bevölkerung gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Die Leistungserbringung ist von den Gemeinden an genossenschaftliche oder private Betreiber delegiert. Die Rolle des Staats ist, die Überwachung und Regulierung des Wassersektors zu gewährleisten, was er im Rahmen seiner Möglichkeiten übernimmt. Der Artikel gibt zunächst einen Überblick über das Land und dessen Wasserressourcen sowie den gesetzlichen und institutionellen Rahmen für den Wassersektor. Er beschreibt dann die Überwachung und Regulierung für die Trinkwasserversorgung in ländlichen Versorgungsgebieten, die sich von denen in den Städten unterscheiden. Zum Abschluss folgen eine Beurteilung der aktuellen Situation mit Darstellung ausgewählter Probleme sowie ein Ausblick zur Weiterentwicklung des bestehenden Systems. Der Aufsatz zeigt, wie sehr sich die westafrikanische Realität im Sektor von der westeuropäischen unterscheidet.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 12/2009 (Dezember 2009)
Seiten: 11
Preis: € 11,00
Autor: Dr.-Ing. Norbert Hagen
Ly Fatoumata Kané

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