Bohren – Wässern – Abdecken: Das Löschen spontaner oberflächennaher Kohleflözbrände

Kohle ist ein brennbares Gestein und damit einer unserer wesentlichsten Energierohstoffe. Verbrannt wird Kohle in Kraftwerken, in Hochöfen (als Koks), als Hausbrand und in vielen anderen Formen. Kohle kann aber auch ganz von allein anfangen zu brennen. Hierzu muss nur eine genügend große Menge Kohle irgendwo liegen und mit Luftsauerstoff in Berührung kommen. Dies können Kohlelager (Halden), in Schiffen und Zügen gelagerte Kohle und vieles mehr sein.

Spontane Kohlebrände sind ein weltweit wahrgenommenes und wesentliches Problem im Kontext der Energie und der Klimapolitik. Sie treten in allen Kohlrevieren auf. Zum einen vernichten diese Brände jährlich eine enorme Menge des wertvollen Energierohstoffs Kohle, andererseits emittieren sie das Klimagas Kohlendioxid in beträchtlichem Umfang. Systematische Untersuchungen und eine nachhaltige Entwicklung zur Löschung und zur Vermeidung werden zwar weltweit angegangen, in nennenswertem Umfang aber nur in China umgesetzt, das das am schlimmsten betroffene Land ist. Neben dem „Ausgraben“ der Brände, meist im Zusammenhang mit kleinen Tagebauen, ist die Sequenz Bohren – Wässern – Abdecken die Standardmethode zur Löschung. Dabei ist das Anlegen eines engen Bohrrasters zur späteren monatelangen Wasserinjektion eine besondere Herausforderung (Abb. 1).



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2009 (Dezember 2009)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Prof. Dr. Horst Rüter

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