Hackgutlogistik bei der Ernte von Kurzumtriebsflächen mit einem Feldhäcksler

Bei Kurzumtriebsflächen handelt es sich um landwirtschaftliche Flächen, die zur Holzproduktion mit schnellwüchsigen Baumarten (z. B. Weide, Pappel) herangezogen werden und etwa 25 Jahre genutzt werden. Im Folgenden werden der Arbeitszeitbedarf und die Hackgutlogistik bei der Ernte mit einem Feldhäcksler analysiert.

Der Arbeitszeitbedarf und die Kosten hängen bei der Ernte von Kurzumtriebsflächen signifikant von der Schlaggröße und dem Massenstrom durch den Feldhäcksler ab. Da sich die Fahrgeschwindigkeit beim Häckseln nicht beliebig steigern lässt, hat der Ertrag der Kurzumtirebsfläche einen entscheidenen Einfluss auf den erzielbaren Massenstrom. Der Massenstrom durch den Häcksler, die Ladekapazität und die mittlere Fahrgeschwindigkeit der Transportgespanne, die Schüttdichte des Hackgutes, der Zeitaufwand für das Ab- und Umladen des Hackgutes und die anfallenden Wartezeiten beeinflussen den erforderlichen Arbeitszeitbedarf und damit die Logistikkosten der Hackgutproduktion. Bis zu einer mittleren Transportentfernung vom Feld zum Hackgutlager von 9 bis 13 km ist der Direkttransport mit traktorgezogenen Anhängern am kostengünstigsten. Bei größeren Transportentfernungen ist der auf Containern basierende Hackguttransport am effektivsten, wenn ausreichend Container zur Verfügung stehen.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 4. Rostocker Bioenergieforum (Oktober 2010)
Seiten: 11
Autor: Dipl.-Ing. Franz Handler
Dipl.-HLFL-Ing. Emil Blumauer

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