Die umfassende energetische Nutzung von biogenen Abfällen und Reststoffen kann einen wichtigen Beitrag leisten, das gesetzte Ziel zu erreichen, bis 2020 mindestens 20 % des Primärenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien abzudecken. Der Anteil der Biomasse an der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien beträgt derzeit rund 70 % wobei die Abfallbiomasse künftig ungefähr die Hälfte der energetisch nutzbaren Biomasse ausmachen könnte.
Der Ausbau der energetischen Verwertung von Landschaftspflegematerial beansprucht keine landwirtschaftlichen Nutzflächen und konkurriert deshalb nicht mit der Nahrungsmittelproduktion. Größeres Potenzial wird zukünftig in der energetischen Nutzung von Grünschnitt und Landschaftspflegematerial gesehen, welches bundesweit bis zu 30 PJ/a betragen könnte [13]. Die Erfassung der Gehölzflächen zur Ermittlung des energetischen Potenzials von Landschaftspflegeholz unterscheidet sich je nach Möglichkeiten und räumlichen Gegebenheiten. Es wird beispielhaft die Vorgehensweise verschiedener Studien in Bezug auf die Erfassung der Gehölzflächen, der Holzhackschnitzelvolumens und der energetischen Bewertung erläutert. An zwei Regionen in Mecklenburg-Vorpommern die Ermittlung des energetischen Potenzial von Landschaftspflegematerial beispielhaft dargestellt.
| Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock | |
| Quelle: | 2. Rostocker Bioenergieforum (Oktober 2008) | |
| Seiten: | 14 | |
| Autor: | Dr. Andrea Schüch | |
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Was kann die Biomasse in Deutschland leisten?
© OTH Amberg-Weiden (6/2007)
Die Nutzung von Biomasse ist vor dem Hintergrund der mittlerweile breit geführten Klimadebatte ein zentrales Thema geworden. Biomasse bietet große Chancen hinsichtlich ihrer stofflichen und energetischen Nutzungsmöglichkeiten.
Potenzieller Beitrag der Bioabfallverwertung zur Energieversorgung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2010)
Wenngleich die getrennte Erfassung von Bio- und Grünabfall mit über 100 kg/Ew*a in Deutschland einen hohen Stand erreicht hat, ist in den nächsten Jahren eine weitere deutliche Steigerung zu erwarten, die nicht zuletzt auf den erwarteten Anforderungen der Novellierung des KrW-/AbfG beruht.
Neue Ausrichtung der Bioabfallverwertung im Landkreis Böblingen
© Universität Stuttgart - ISWA (9/2008)
PowerPoint Presentation mit 19 Folien
Ökologischer und ökonomischer Vergleich der stofflichen und energetischen Nutzung von Grünabfällen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2008)
Die finanzielle Förderung der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen führt dazu, dass zunehmend auch Grünabfälle in immer größerem Umfang der stofflichen Verwertung entzogen und der energetischen Verwertung über thermische Verfahren (Biomassekraftwerke) zugeführt werden. Der aus der energetischen Grünabfallverwertung in thermischen Verfahren gewonnene Strom unterliegt dementsprechend den Richtlinien des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Dies bedeutet konkret, dass für den so erzeugten Strom ein Förderbetrag von 5 bis – im günstigsten Fall – ca. 13 € Cent/kWh bereitgestellt wird. Dieser Förderbetrag ergibt sich als Differenz des Garantiepreises nach EEG zum Stromgestehungspreis im konventionellen Energiemix.
Biogasanlagen der Firma STRABAG Umweltanlagen GmbH vormals LINDE Umweltanlagen GmbH Dresden
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2008)
Die STRABAG Umweltanlagen GmbH ist eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Biogaserzeugung. Die Breite der Eigenentwicklungen und mit Referenzanlagen belegbaren Verfahren und Technologien zur Biogaserzeugung ist außergewöhnlich. Bereits seit 1971 wurden Anlagen zur biologischen Abwasser- und Schlammbehandlung entwickelt und realisiert. 1980 wurde dieses Arbeitsgebiet um eine weitere Disziplin, die anaerobe Behandlung von organischen Stoffen durch Vergärung, erweitert. 1983 ging die erste großtechnische Anlage zur Biogaserzeugung aus Gülle mit einem 500 m³-Reaktor in Betrieb. Bis zum heutigen Tag wurden zahlreiche Vergärungsanlagen für unterschiedlichste Inputmaterialien realisiert.
