Bilanzierung der Phosphor-Eintragspfade für den Weißenstädter See

In Badeseen darf nach den Anforderungen der EU-Badegewässer- Richtlinie 76/160/EWG eine Sichttiefe von 1 m zu keinem Zeitpunkt unterschritten werden. Selbst Seen mit funktionierender Ringkanalisation erfüllen diese Norm wegen zu hoher diffuser Phosphor-Einträge und dem damit verbundenen Algenwachstum häufig nicht. Um wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, müssen die Phosphor-Eintragspfade in das Gewässer bilanziert werden.

Der Schutz stehender Gewässer vor Phosphor-Einträgen manifestierte sich zunächst in der Bekämpfung punktueller Eintragspfade, d. h. vor allem dem Anschluss aller Siedlungsgebiete an eine Kanalisation mit biologischer Reinigungsstufe. Durch den Anschluss aller Ortsteile im Einzugsgebiet des Weißenstädter Sees (Fichtelgebirge, Nordbayern) an eine unterhalb des Sees gelegene Kläranlage konnten die Einträge aus punktuellen Quellen auf < 4% des Gesamt-Eintrags verringert werden. Daher ist dieses Gewässer in idealer Weise für die Untersuchung der diffusen Phosphor-Eintragspfade geeignet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 12/2004 (Dezember 2005)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Marion Mertens

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Verbleibendes Risiko und Notfallpläne für Talsperren, Hochwasserrückhalte- und Speicherbecken
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2022)
Auch das Sommerhochwasser 2021 hat nach den Hochwassern der vergangenen Jahre erneut gezeigt, dass einerseits die überwiegende Zahl der Talsperren in den betroffenen Gebieten in Deutschland auch bei dieser extremen Einwirkung ihre Aufgaben erfüllt und einen Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet hat. Andererseits wurde am Beispiel einer Talsperre deutlich, dass insbesondere bei Einwirkungen jenseits der Bemessungsannahmen (Rest-) Risiken existieren, die ein Absperrbauwerk an den Rand des Versagens bringen können. In diesem Fall wurde ein Staudamm durch Überströmung auf der Luftseite massiv beschädigt.

Otto Kirschmer - Wasserbau-Ingenieur und Professor
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2022)
Im Zusammenhang mit Fischbewegungen bei Wasserkraftwerken kommt Rechenanlagen eine große Bedeutung zu. Dabei tritt der Name Otto Kirschmer oft auf, war er doch der Erste, der dazu eine Forschung betreffend die hydraulischen Verluste präsentierte. Dieser Aspekt ist jedoch nur ein Bruchteil seiner Verdienste für den Wasserbau in Deutschland. Die vorliegende Arbeit versucht, neben dem Forscher und Manager Kirschmer zudem den Menschen Kirschmer zu erfassen, damit sein Name auch in der Zukunft für viele ein Vorbild sein möge.

World Canals Conference 2022 in Leipzig
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2022)
Die Stadt Leipzig hat sich gemeinsam mit ihren Partnern, der Leipziger Messe GmbH und dem Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland e. V., 2017 für die Austragung der WCC in Leipzig beworben. Der Zuschlag erfolgte im Februar 2018 für das Veranstaltungsjahr 2020. Pandemiebedingt musste der Kongress auf 2022 verschoben werden.

Modellbasierte prädiktive Regelung des Sees Genezareth zur verbesserten Wasserversorgung des Unteren Jordantals
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2022)
Der See Genezareth ist von großer Bedeutung für die israelische und jordanische Wasserversorgung. Dies gilt auch für das Untere Jordantal, da hier ein großer Anteil der landwirtschaftlichen Produktionsflächen Jordaniens liegt. Die Wasserressourcen in der Region sind jedoch knapp, weshalb die effektive Nutzung des vorhandenen Süßwassers von besonderer Relevanz ist. Diese Studie befasst sich daher mit der Frage, ob und wie die Wasserabgabe des Sees ins Jordantal durch ein Entscheidungsunterstützungssystem zur länderübergreifenden, multikriteriellen Optimierung weiter verbessert werden kann.

Grundwasseranreicherung mit entsalztem Meerwasser in Festgesteinsgrundwasserleitern
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2022)
In dieser Studie wird die Eignung von Festgesteinsaquiferen im östlichen mediterranen Raum zur Nutzung als Speicher von entsalztem Meerwasser untersucht. Hierzu wurden zunächst technische Kriterien als Indikatoren zur Eignung definiert und auf deren Basis eine Voruntersuchung durchgeführt, um anschließend für ausgewählte Aquifere mit numerischen Modellen Bewirtschaftungsmaßzahlen zu quantifizieren. Es zeigt sich, dass eine Reihe von Aquiferen als Speichermedium genutzt werden könnten, dies zum Teil sogar entgegen naheliegender Erwartungen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...