Flutpolder – Bausteine für einen nachhaltigen Hochwasserschutz in Bayern

Mit gesteuerten Flutpoldern können Hochwasserspitzen wirkungsvoll gedämpft und so Schäden effektiv vermieden werden. Wesentliche Voraussetzungen für den effizienten Einsatz von Poldern sind jedoch zuverlässige Abflussvorhersagen und optimierte Steuerstrategien. Unter Beachtung konstruktiver Vorgaben und umfassender Berücksichtigung fachübergreifender Belange kann ein sicherer Betrieb gewährleistet und ein minimaler Eingriff in Natur und Umwelt erreicht werden. Trotzdem ergeben sich bei der Realisierung von Poldern regelmäßig kritische Restriktionen und Widerstände, die im Rahmen des Planungsverfahrens auszuräumen sind.

Die durch Wetterextreme mit starken Niederschlägen ausgelösten großen Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben auch in Bayern Schäden in Millionenhöhe verursacht und eindrucksvoll verdeutlicht, dass der seit Jahrzehnten von der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung geplante und ausgeführte Hochwasserschutz langfristig konsequent fortgesetzt werden muss. Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes ist eine ursachenorientierte, integrierte und moderne Hochwasserschutzstrategie. Bereits nach dem Pfingsthochwasser 1999 hat Bayern das „Aktionsprogramm 2020 für Donau- und Maingebiet“ entwickelt. Es gibt fachliche Ziele vor, führt die Einzelaktivitäten verschiedener Projektträger zielgerichtet zusammen und zeigt die daraus abzuleitenden Kosten auf.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11/2004 (November 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Karlheinz Kraus
Holger Pharion

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