Gewässerentwicklungsplanung als kooperativer Planungsprozess am Beispiel der Leine

Bei der Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie kann auf das bewährte Instrument der Gewässerentwicklungsplanung zurückgegriffen werden. Auch für die Einbeziehung der Öffentlichkeit nach Art. 14 WRRL liefert sie wertvolle Erfahrungen.

Mit dem In-Kraft-Treten der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EGWRRL) stehen insbesondere für die Wasserwirtschaft neue Herausforderungen an, die bis zum Jahr 2009 in ein umfassendes Flussgebietsmanagement münden sollen. Das Land Niedersachsen arbeitet bereits seit 15 Jahren auf ein landesweites Fließgewässerschutzsystem hin. Vor diesem Hintergrund ist der Gewässerentwicklungsplan (GEPL) ein Instrument, das zur Verwirklichung des niedersächsischen wie auch des europäischen Zielrahmens beiträgt. Der GEPL bildet als Fachgutachten das Bindeglied zwischen den grundlegenden Zielbestimmungen („landesweites Fließgewässerschutzsystem“, „Flussgebietsmanagement“) und deren konkreter Umsetzung. Die Leine ist eine zentrale Gewässerachse in Niedersachsen. In den Jahren 2002/2003 wurde für den 67 km langen Abschnitt südlich der Landeshauptstadt Hannover ein GEPL aufgestellt. Projektträger war der Landkreis Hildesheim. Im Mittelpunkt standen die Verbesserung der Gewässerstrukturgüte sowie die Verminderung von Bodenerosionen in der Flussaue. Um den unterschiedlichen Interessen in dem 5.500 ha großen Plangebiet gerecht zu werden, hat die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit einen besonderen Raum eingenommen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 10/2004 (Oktober 2005)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Michael Jürging
Dr. Josef Strotdrees

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