Bereitstellung von Bemessungskennwerten unter Berücksichtigung von Hochwasserrückhaltebecken als Grundlage für Hochwassergefahrenkarten

Vom Land Baden-Württemberg werden Hochwassergefahrenkarten (HWGK) für Gewässer mit einer Gesamtlänge von 12 278 km erstellt . Die für die Erstellung der HWGK notwendigen Wasserspiegellagen werden mit hydraulischen Modellen berechnet .Im Zuge des SAFER-Projekts werden derartige Karten für das Einzugsgebiet des Neckars erstellt.

Im Rahmen des SAFER-Projekts sind für das Neckar-Einzugsgebiet die hydrologischen Grundlagen für die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten einheitlich zu ermitteln. Die Basis dafür bildet das für Baden-Württemberg vorliegende Verfahren zur Regionalisierung der Hochwasserwahrscheinlichkeiten. Um dabei den Einfluss der Hochwasserrückhaltebecken (HRB) auf die Bemessungskennwerte zu berücksichtigen, werden zunächst die relevanten HRB festgelegt und in das vorliegende Flussgebietsmodell LARSIM integriert. Unter Verwendung von KOSTRA-Bemessungsniederschlägen wird dann die reduzierende Wirkung der HRB für unterschiedliche Jährlichkeiten berechnet. In den Bereichen, in denen eine Wirkung von HRB sichtbar ist, werden die modellierten Abflüsse aus LARSIM für die Berechnung der Gefahrenkarten weiter verwendet. In den Bereichen, in denen kein Einfluss der HRB vorhanden ist, werden die Bemessungskennwerte aus dem Regionalisierungsverfahren übernommen.
 

 



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser Wirtschaft 04 / 2008 (April 2008)
Seiten: 4
Autor: Dr.-Ing. Kai Gerlinger

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