
Die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten in Baden-Württemberg gliedert sich in zwei Bearbeitungsschritte. Im Neckar-Einzugsgebiet – der deutschen Projektregion des INTERREG-Projekts SAFER – werden die Karten vorrangig erstellt, erst daran schließt sich die Bereitstellung für das verbleibende Land Baden-Württemberg an. Dieses Vorgehen ermöglicht eine einheitliche und qualitativ hochwertige Umsetzung des anspruchsvollen Kartierungsvorhabens. Die Karten, welche im Wassergesetz Baden-Württemberg verankert sind, erlangen nach ihrer öffentlichen Auslegung weit reichende, rechtliche Auswirkungen.
Aufgrund der vielfältigen Anforderungen an Hochwassergefahrenkarten (HWGK), die 2003 in der Leitlinie „Hochwassergefahr und Strategien zur Schadensminderung in Baden-Württemberg formuliert wurden, mussten zunächst die Randbedingungen und Auswahlkriterien definiert werden, um das Projekt in der vorgegebenen Zeit durchführen zu können. In einem zweiten Schritt mussten grundlegende Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung von Daten und der Verarbeitung von Informationen geklärt werden. Daraus entwickelte sich eine differenzierte und abgestufte Vorgehensweise unter Beteiligung verschiedener Fachdisziplinen. Zu beachten waren insbesondere folgende Randbedingungen für das landesweite Projekt: Projektlaufzeit 2003 bis 2010; Gewährleistungen eines landesweit einheitlichen Qualitätsstandards; Darstellung der Wirkung definierter Hochwasserereignisse unterschiedlicher Wiederkehrintervalle für alle relevanten hochwassergefährdeten Siedlungsgebiete; Darstellung der Gefahr hinter und unterhalb von Schutzanlagen; Einbindung des Gesamtprojektes in die EDV-Struktur des Landes; Nutzung vorhandener Untersuchungen; Rationelle Vorgehensweise bei der Vergabe von Aufträgen und Einbindung der gesamten Kompetenz des Marktes, keine Festlegung auf ein Verfahren/Modell bzw. einen Auftragnehmer; Zentrale Kartenerstellung durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW); Informationsbereitstellung für die Öffentlichkeit, Kommunen und Fachverwaltungen auf unterschiedlichen Informationswegen
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| Quelle: | Wasser Wirtschaft 04 / 2008 (April 2008) | |
| Seiten: | 3 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Markus Moser Dipl.-Ing Jürgen Reich | |
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Kartenerstellung und Veröffentlichung der Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Der letzte Bearbeitungsschritt der HWGK-Erstellung findet bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg (LUBW) statt. Hierbei werden aus den berechneten Wasserspiegellagen und den Geländeinformationen die Karten erstellt. Vor der Veröffentlichung werden Plausibilisierungskarten erstellt, die noch einmal von den Landratsämtern und Kommunen überprüft werden. Schließlich werden dem Nutzer die Ergebnisse auf mehreren Wegen zur Verfügung gestellt.
Fließgewässerbenamung im Saarland – Grundlagen und Vorgehensweise
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2009)
Im Zuge der Aktualisierung des saarländischen Gewässernetzes zur WRRL-Umsetzung wurde eine Überarbeitung durch eine systematische Codierung nach LAWA-Richtlinie und Benamung der Fließgewässer zur eindeutigen Identifikation notwendig. Während die Codierung im Aufbau einer Gewässertopologie ihre Bedeutung hat, ist eine Benamung im sprachlichen Gebrauch ein unumgängliches Identifikationsmittel. Neben Befragungen Ortskundiger wurden mögliche Gewässernamen aus Flurnamen, Topographie, Lage im Gewässernetz und regionaltypischen Gewässerbezeichnungen abgeleitet.
Länderübergreifende operationelle Hoch- und Niedrigwasservorhersage für den Bodensee
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2008)
Seit der operationellen Inbetriebnahme des länderübergreifenden Vorhersagesystems für den Bodensee im Jahr 2004 wurde das Modellsystem und das Informationsangebot auf der Internetseite www.bodensee-hochwasser.info kontinuierlich verbessert. Neben Hochwasservorhersagen werden seit August 2006 auch Niedrig- und Mittelwasservorhersagen bereitgestellt.
Qualität trotz Quantität – Qualitätssicherung bei Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Mit den Hochwassergefahrenkarten (HWGK) werden im Neckar-Einzugsgebiet, dem baden-württembergischen Projektgebiet von SAFER, und im Anschluss daran landesweit in Baden-Württemberg für rund 12 300 Kilometer Fließgewässer rechtswirksame Kartengrundlagen bereit gestellt.
Erfassung und Bereitstellung der Vermessungsdaten für Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Für die durchzuführenden hydraulischen Berechnungen der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im SAFER-Projekt und in Baden-Württemberg wurden umfangreiche Daten über die geometrischen Verhältnisse der Gewässer benötigt. Um eine gleichbleibende Qualität über das gesamte Land zu gewährleisten, musste ein einheitliches Datenformat festgelegt und ein zielgerichtetes Vorgehen entwickelt werden.
