
Für die durchzuführenden hydraulischen Berechnungen der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im SAFER-Projekt und in Baden-Württemberg wurden umfangreiche Daten über die geometrischen Verhältnisse der Gewässer benötigt. Um eine gleichbleibende Qualität über das gesamte Land zu gewährleisten, musste ein einheitliches Datenformat festgelegt und ein zielgerichtetes Vorgehen entwickelt werden.
Grundlage für die hydraulischen Berechnungen sind die tatsächlichen Verhältnisse im und neben dem Gewässer. Diese Verhältnisse müssen im Zuge einer Vermessung als Daten erfasst und für die hydraulischen Berechnungen in geeigneter Weise zur Verfügung gestellt werden. Die Wahl fiel dabei auf eine Kombination aus einem Digitalen Geländemodell (DGM) und der terrestrischen Vermessung des Gewässerschlauchs. Das DGM wurde im Auftrag des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg über eine Flugzeug gestützte Laser-Scan-Erfassung gewonnen. Es hatte sich aber gezeigt, dass der Bereich direkt am Gewässer und vor allem natürlich unter dem Wasserspiegel durch den Laser-Scan nicht oder nicht ausreichend genau erfasst wurde. Insbesondere der Gehölzsaum entlang der Gewässer machte eine Erfassung der für die Berechnung wesentlichen Daten, wie den Verlauf der Böschung, Verwallungen oder Veränderungen am Gewässerbett, durch Laser-Scan nicht ausreichend genau möglich.
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| Quelle: | Wasser Wirtschaft 04 / 2008 (April 2008) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. (FH) Thilo Seitz | |
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Fließgewässerbenamung im Saarland – Grundlagen und Vorgehensweise
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2009)
Im Zuge der Aktualisierung des saarländischen Gewässernetzes zur WRRL-Umsetzung wurde eine Überarbeitung durch eine systematische Codierung nach LAWA-Richtlinie und Benamung der Fließgewässer zur eindeutigen Identifikation notwendig. Während die Codierung im Aufbau einer Gewässertopologie ihre Bedeutung hat, ist eine Benamung im sprachlichen Gebrauch ein unumgängliches Identifikationsmittel. Neben Befragungen Ortskundiger wurden mögliche Gewässernamen aus Flurnamen, Topographie, Lage im Gewässernetz und regionaltypischen Gewässerbezeichnungen abgeleitet.
Kartenerstellung und Veröffentlichung der Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Der letzte Bearbeitungsschritt der HWGK-Erstellung findet bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg (LUBW) statt. Hierbei werden aus den berechneten Wasserspiegellagen und den Geländeinformationen die Karten erstellt. Vor der Veröffentlichung werden Plausibilisierungskarten erstellt, die noch einmal von den Landratsämtern und Kommunen überprüft werden. Schließlich werden dem Nutzer die Ergebnisse auf mehreren Wegen zur Verfügung gestellt.
Das Projekt Hochwassergefahrenkarten in Baden-Württemberg
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten in Baden-Württemberg gliedert sich in zwei Bearbeitungsschritte. Im Neckar-Einzugsgebiet – der deutschen Projektregion des INTERREG-Projekts SAFER – werden die Karten vorrangig erstellt, erst daran schließt sich die Bereitstellung für das verbleibende Land Baden-Württemberg an. Dieses Vorgehen ermöglicht eine einheitliche und qualitativ hochwertige Umsetzung des anspruchsvollen Kartierungsvorhabens. Die Karten, welche im Wassergesetz Baden-Württemberg verankert sind, erlangen nach ihrer öffentlichen Auslegung weit reichende, rechtliche Auswirkungen.
Zur Revitalisierung des Großen Bruchs in Sachsen-Anhalt
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Die Wiedervernässung des Großen Bruchs, eines ehemaligen Niedermoorgebietes im Landkreis Börde, steht vor politischen, eigentumsrechtlichen und kommunikativen Herausforderungen. Neben hydrologischen und naturschutzfachlichen Untersuchungen sind umfangreiche partizipative Prozesse notwendig, um tragfähige Lösungen für die Revitalisierung zu entwickeln.
Das Schweizer Sicherheits- und Risikokonzept für Stauanlagen - ein Konzept für Deutschland?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2025)
Mit Einführung der DIN 19 700 (2004) vollzog sich ein Wandel der Sicherheitsphilosophie deutscher Stauanlagenvorschriften. Erstmals enthalten technische Stauanlagen- Regelwerke in Deutschland die Vorgabe, verbleibende Risiken infolge der Einwirkungen aus Hochwasser und Erdbeben bei Überschreiten der Werte für den Bemessungsfall 2 zu bewerten sowie ggf. durch technische und organisatorische Maßnahmen ausreichend zu reduzieren.
