
Seit der operationellen Inbetriebnahme des länderübergreifenden Vorhersagesystems für den Bodensee im Jahr 2004 wurde das Modellsystem und das Informationsangebot auf der Internetseite www.bodensee-hochwasser.info kontinuierlich verbessert. Neben Hochwasservorhersagen werden seit August 2006 auch Niedrig- und Mittelwasservorhersagen bereitgestellt.
Starke Niederschläge und eine intensive Schneeschmelze ließen im Mai 1999 den Bodensee auf den höchsten Wasserstand seit 1890 ansteigen. Entlang der etwa 273 km langen Uferlinie wurden rund 33 km2 Uferland überflutet, die weiträumige Überschwemmung der Städte und Dörfer hielt wochenlang an (Bild 1). Allein in Baden-Württemberg verursachte das Hochwasser geschätzte Schäden in Höhe von ca. 40 Mio. €. Nach dem Hochwasser 1999 beschlossen die zuständigen Dienststellen der Anliegerländer Schweiz (BAFU, Bundesamt für Umwelt), Vorarlberg (AVLR, Amt der Vorarlberger Landesregierung) und Baden-Württemberg (LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) ein gemeinsames Vorhersagemodell für den Bodensee zu erstellen, um Anwohner und Einsatzkräfte vor Ort bei künftigen Hochwässern besser informieren zu können. Eine entsprechende Verwaltungs-vereinbarung wurde im Oktober 2000 unterzeichnet. Im Jahr 2004 erfolgte die Inbetriebnahme des länderübergreifenden Hochwasser-Vorhersagesystems sowie die Freischaltung der gemeinsamen Internetseite www.bodensee-hochwasser.info. Seit August 2006 werden hier auch außerhalb des Hochwasserfalls täglich aktualisierte Wasserstandsvorhersagen für den Bodensee veröffentlicht.
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| Quelle: | Wasser Wirtschaft 08 / 2008 (August 2008) | |
| Seiten: | 6 | |
| Autor: | Dipl.-Hyd. Angela Sieber Dr.-Ing. Peter Homagk Dr. sc. techn. Martin Pfaundler Dipl.-Ing. Clemens Mathis | |
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Kartenerstellung und Veröffentlichung der Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Der letzte Bearbeitungsschritt der HWGK-Erstellung findet bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg (LUBW) statt. Hierbei werden aus den berechneten Wasserspiegellagen und den Geländeinformationen die Karten erstellt. Vor der Veröffentlichung werden Plausibilisierungskarten erstellt, die noch einmal von den Landratsämtern und Kommunen überprüft werden. Schließlich werden dem Nutzer die Ergebnisse auf mehreren Wegen zur Verfügung gestellt.
Stark unterschiedliche Starkregengefahrenkarten nach den Leitfäden der Länder
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2024)
In den zurückliegenden Jahren haben Starkniederschläge schwere Überflutungen mit erheblichen Sachschäden und sogar Todesfällen verursacht. Mehrere Bundesländer haben Vorgehensweisen zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten entwickelt und diese in Leitfäden veröffentlicht. Im Regelfall wird die Erstellung von Starkregengefahrenkarten nach diesen Leitfäden gefördert, wodurch mittlerweile zahlreiche Kommunen Karten erstellt haben.
Der Referentenentwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung des WHG
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Ende Februar 2024 wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz der Referentenentwurf eines „dritten Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes“ vorgelegt.Der RefE-WHG verfolgt den Zweck, nationale Regelungen zur Ergänzung der Europäischen „Verordnung (EU) 2020/741 vom 25. Mai 2020 über Mindestanforderungen an die Wasserwiederverwendung“ zu erlassen.
Autonomous Vehicles in der Hydrometrie - Ein Erfahrungsbericht
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2023)
Verlässliche hydrometrische Messungen bilden in der Regel die Grundvoraussetzung für wasserwirtschaftliche sowie wasserbauliche Bemessungsaufgaben und dienen außerdem der Beurteilung ökologischer Entwicklungen. Je umfangreicher und verlässlicher ein erhobener Datensatz ist, desto präziser und ressourcenschonender können Bemessungswerte ermittelt und Bewirtschaftungsregeln erstellt werden. Morgenschweis weist darauf hin, dass es für eine zukunftsweisende Wasserbewirtschaftung unerlässlich ist, über möglichst zuverlässige Datensätze zu verfügen.
Herausforderungen im Einsatz des THW bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe 2021
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Das Technische Hilfswerk (THW) ist die operativ taktische Organisation für den Zivilschutz des Bundes. Sie untersteht dem Bundeministerium des Innern und für Heimat (BMI). Seit ihrem Gründungsjahr im Jahr 1950 gewährleisten THW-Einsatzkräfte, dass Menschen in Not so schnell wie möglich Hilfe erhalten. Aktuell engagieren sich bundesweit mehr als 80 000 Männer und Frauen ehrenamtlich in 668 Ortsverbänden. Davon sind mehr als 12 000 Mädchen und Frauen. Hauptamtlich beschäftigt das THW rund 1 800 Mitarbeitende und es gibt zusätzlich bis zu 2 000 Bundesfreiwilligendienst-Plätze pro Jahr. Somit arbeiten 97 % der THW-Angehörigen als Ehrenamtler und engagieren sich in ihrer Freizeit, um Menschen in Not kompetent Hilfe leisten zu können.
