KLIMASCHUTZ DURCH BIOMASSENUTZUNG - STRATEGIEN DER BUNDESREGIERUNG

Die Bundesregierung hat in ihrem Energiekonzept im Jahre 2010 - auf der Grundlage der Vorgaben des Koalitionsvertrages - ehrgeizige Ziele zur Minderung der Treibhausgasemissionen beschlossen. Wir wollen die klimaschädlichen Emissionen bis 2020 um 40% gegenüber dem Basisjahr 1990 senken. Entsprechend der Zielsetzung der Industriestaaten möchten wir die Treibhausgasemissionen im Energiesektor bis 2050 um mindestens 80% senken.

 Der Energiesektor trägt zu einem großen Teil der in Deutschland verursachten Treibhausgasemissionen bei. Deshalb können wir durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie der Bioenergie einen substantiellen Beitrag zu deren Reduktion leisten. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch 18% betragen. Im Jahr 2010 waren es schon 10,8% - wir sind also auf gutem Weg. Gerade die Bioenergie eröffnet wertvolle Potenziale, denn sie kann fossile Energieträger im Strom-, Wärme- und Kraftstoffsektor ersetzen. Kein erneuerbarer Energieträger ist so flexibel wandelbar für die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten wie die Biomasse. Darüber hinaus leistet die Biomasse auch quantitativ einen hohen Beitrag zu unseren Erneuerbaren-Energien-Ausbauzielen; auf die Bioenergie entfielen 2010 mehr als zwei Drittel der in Deutschland produzierten Kilowattstunden aus Erneuerbaren. Sie trug über die Hälfte zu den durch regenerative Energien vermiedenen CO2 Emissionen bei. Die Bioenergie soll auch weiterhin einen zuverlässigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Sicherung einer, die Umwelt und Natur schonenden, Energieversorgung in Deutschland leisten. Sie ist ein unverzichtbarer Baustein für die Energiewende. Um sicherzustellen, dass die Bioenergie einen optimalen Beitrag zum Klimaschutz leistet, dürfen wir unser Augenmerk aber nicht allein auf die Ausbauzahlen richten.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Quelle: 72. Symposium 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Katherina Reiche

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