– Erfahrungen aus der Praxis
Wenn man sich mit den Perspektiven der Tierkörperverwertung beschäftigen will, ist es sinnvoll, sich zunächst über die Geschichte klar zu werden. Es geht mir darum, Ihnen zu verdeutlichen, in welchem Kontext unser Metier zu sehen ist, es geht mir aber auch darum, eine Erklärung zu versuchen, warum heute eine Tiermehlverfütterung verboten ist. Die Tierkörperbeseitigung in Deutschland ist ein ganz altes Gewerbe. Das Wort Abdecker“ resultiert aus der reinen Verwertung der Häute und Felle, das Tier wurde aus der Decke geschlagen, daher auch im bayerischen der Ausdruck Schinder“. Das Gewerbe war schon immer nicht nur anrüchig, diejenigen, die sich mit den gefallenen Tieren beschäftigen, waren eigentlich noch nie so richtig beliebt. Im Mittelalter mussten sie spezielle Hüte tragen, damit sie von jedem von weitem identifiziert werden konnten, im Regelfall durften sie auch nicht innerhalb der Stadtmauern wohnen. Später begann man auch das Fett für die Seifenproduktion zu gewinnen. Fast alles, was wir heute verarbeiten, ist in früheren Zeiten anders verwertet worden. Knochen wurden für die Leimherstellung genutzt, in den kleinen Schlachtbetrieben wurden fast alle Bestandteile des Tieres genutzt.
| Copyright: | © HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement | |
| Quelle: | 61. Informationsgespräch (Dezember 2002) | |
| Seiten: | 11 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Manfred Gellner | |
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