Kompostverwertung – Sicherung von Bodenfunktionen

Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist ein elementares Ziel der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Bodennutzung. Bodenfruchtbarkeit wurde lange Zeit nahezu ausschließlich der Produktionsleistung des Bodens gleichgesetzt und später mit der Forderung nach hoher Produktqualität ergänzt.

Landwirte und Gärtner erzeugen jedoch nicht nur Nahrungsmittel, sondern beeinflussen durch ihre Produktionsweise auf den ihnen anvertrauten 55 Prozent der Landfläche Deutschlands (mit Forstwirtschaft über 85 %) die stoffliche Qualität unserer Umwelt – der Pedo-, Hydro- und Atmosphäre. Die Öffentlichkeit erwartet von ihren Landwirten zunehmend mehr Umweltleistung, was sich in gesetzlichen Auflagen hinsichtlich Schutz des Bodens, des Wassers und der Luft niederschlägt. Hierbei kommt dem Boden mit seinen vielfältigen Regelungsfunktionen (Speicher-, Filter-, Abbau-, Entgiftungs-, Fixierungsfunktion) eine zentrale Bedeutung zu.

Ein fruchtbarer Boden garantiert demnach hohe Ertragssicherheit, allerdings auch – und dies weitgehend uneingeschränkt – standörtlich vorgegebene Regelungsfunktionen. Der Schutz biotischer Ressourcen (z.B. Artenvielfalt etc.) ist letztlich nur über die Bereitstellung von Schutzflächen (5 – 20 % der Nutzfläche) in geeigneter Vernetzung erreichbar. Vor diesem Hintergrund soll dieses Referat auf Auswirkungen eines langjährigen Einsatzes von Bioabfallkomposten bezüglich physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften der Böden hinweisen und darauf aufbauend Grundregeln für eine optimierte Anwendung von Bioabfallkomposten in Landwirtschaft und Gartenbau ableiten.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Quelle: 64. Informationsgespräch (April 2004)
Seiten: 20
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Reinhold Gutser
Dr. Thomas Ebertseder

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