Niederdruck-Umkehrosmose und Nanofiltration zur Entfernung organischer Spurenstoffe

Trinkwasserproduktion ■ Immer häufiger werden in Rohwässern bedenkliche organische Spurenstoffe nachgewiesen. Für ihre im Vergleich zu anderen konventionellen Verfahren relativ geringe selektive Entfernung bieten die Niederdruck-Umkehrosmose und die Nanofiltration eine interessante Alternative, über deren Vor- und Nachteile berichtet wird.

NF- und RO-Membranen sind die derzeit geringst selektiven Verfahren zur Entfernung organischer Spurenschadstoffe aus einem kontaminierten Rohwasser. Ihr Einsatz erhöht die Sicherheit einer Trinkwasserproduktion, wenn die Einleitung von bekannten oder unbekannten organischen Spurenschadstoffen in die Rohwasserressource befürchtet werden muss, in besonderem Maße. Die Rückhaltung der allermeisten Spurenschadstoffe liegt hierbei im Bereich der Rückhaltung der eingesetzten Membran für einwertige Ionen. Jedoch können weder mit der NF noch mit der RO alle potenziellen Problemstoffe so weitgehend wie die einwertigen Ionen entfernt werden, wobei die NF hier die etwas schlechtere Rückhaltung im Vergleich zur RO aufweist. Insbesondere ungeladene polare Spurenschadstoffe im Größenbereich unterhalb 0,5 bis 1 nm bei der RO und NF sowie auch ungeladene unpolare Spurenschadstoffe im Größenbereich unterhalb 1 bis 2 nm bei der NF können in gewissem Maß durch die Membran durchbrechen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 9 - 2008 (September 2008)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dr.-Ing. Stefan Panglisch
Professor Dr.-Ing. Rolf Gimbel

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