Mobiler Hochwasserschutz am Beispiel der Stadt Barth

Für die Herstellung des Sturmflutschutzes für die Stadt Barth wurde im Bereich des Hafenplatzes ein mobiles Dammbalkensystem in Kombination mit festen Wänden eingesetzt. Die stadtplanerischen und architektonischen Gestaltungsgrundsätze wurden beibehalten, die erforderlichen verkehrstechnischen Freiräume sichergestellt und die Sicherheit gegen Sturmfluten gewährleistet.

Mobile Sturmflutschutzsysteme sind keine Generallösung, da im Vergleich zu Deichen und festen Sturmflutschutzwänden immer aktives Handeln zur Erlangung des Hochwasserschutzes Voraussetzung ist. Beim Einsatz von mobilen Systemen sind alle örtlichen Besonderheiten und Bedingungen genauestens zu prüfen und einer Risikountersuchung zu unterziehen. Bei Vorwarnzeiten für Sturmfluten an der Ostsee von ca. 8 Stunden ist die Zeit für die Organisation, den Antransport und den Aufbau der mobilen Wand knapp bemessen. In kleinen Städten und Gemeinden besteht häufig das Problem, dass für den Transport der Elemente und den Aufbau der mobilen Wand nicht ausreichend Helfer zur Verfügung stehen. Wichtig beim Einsatz von mobilen Hochwasserschutzwänden aus Dammbalkensystemen ist eine einfache und sich ständig wiederholende Aufbaufolge mit wenigen Systemteilen. Durch die Symmetrie sowie die gleichartige Auslegung von Form und Größe der Bauteile lässt sich ein sicherer Aufbau und damit der Sturmflutschutz gewährleisten.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 12/2008 (Oktober 2009)
Seiten: 5
Autor: Dipl.-Ing. Hubert Gallasch
Dipl.-Ing. Xaver Storr

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