Rücknahme von Altfahrzeugen in Deutschland

Die Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren ein flächendeckendes Netz zur kostenlosen Rücknahme von Altfahrzeugen eingerichtet. Auf Grund des weltweiten Rohstoffbedarfs und der hohen Metallpreise wird jedoch nur ein Teil der alten Fahrzeuge in Deutschland zurückgenommen und demontiert. Ein aktueller Vorschlag für eine neue EUDefinition des „Recyclings“ kann die nachhaltige Verwertung im Lande weiter erschweren.

Die heutige Altfahrzeug-Verordnung steht am Ende einer langen Entwicklung. Ende der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts fürchteten Fachleute und Politiker den „Entsorgungskollaps". Während einerseits die Deponiekapazitäten sich dem Ende zuneigten, wuchsen andererseits die Abfallströme weiter an. Damals rechnete man bei einem Gesamtabfallaufkommen von rund 374 Mio. t/a mit Shredderrückständen aus der Automobilverwertung von rund 0,45 Mio. t/a. Nach heutigen Erkenntnissen war diese Menge um ein Vielfaches überschätzt. Zudem traten bei der Altfahrzeugverwertung zusätzliche Umweltprobleme offensichtlich zu Tage. So wurde in einer 1992 veröffentlichten Studie der Forschungsvereinigung Automobiltechnik ermittelt [1], dass sich rund 4.500 Verwertungsunter-nehmen mit der Altautoverwertung beschäftigen, von denen jedoch nur etwa 1.800 Betriebe die Mindestanforderungen zur umweltgerechten Verwertung der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall annäherungsweise erfüllten.
Das Bundesumweltministerium beabsichtigte deshalb Anfang der 90er-Jahre eine Altauto-Verordnung zu erlassen, die der heutigen EU- Altfahrzeug-Richtlinie sehr ähnlich sah.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (04/2007) (April 2007)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Stefan Wöhrl

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