Eintrag von Sauerstoff bei akutem Fischsterben

Sauerstoffanreicherung in Gewässern kann helfen, die zukünftig vermehrt auftretenden dramatischen Sauerstoffmangelerscheinungen in Gewässern durch die Erwärmung, Verschlammung sowie der Vertiefung von schiffbaren Gewässern zu kompensieren. Den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk sollten Anlagen zur Verfügung gestellt werden, um Fischsterben wirksam zu verhindern.

Die heute schon häufiger auftretenden Probleme des Sauerstoffmangels in Gewässern werden sich zukünftig durch Erwärmung des Wassers und durch die Vertiefungen der Flüsse deutlich erhöhen. Die Lebensstätten für Pflanzen und Tiere werden sich verschlechtern, was zeitweises Fischsterben und Rückgang des Fischbestandes zur Folge hat. Um den zeitweise auftretenden akuten Sauerstoffmangel in Gewässern zu beheben, wurde der "Fischretter" konzipiert. In dieser Anlage können, vergleichsweise zum natürlichen Eintrag von Sauerstoff aus der Luft, hohe Mengen an Sauerstoff unter Druck in Wasser gelöst und den Gewässern zugeführt werden. Dadurch können in Notfällen in Gewässern Sauerstoff reichere Zonen geschaffen werden, in die sich die Fische zurückziehen und überleben können. Aus organisatorischen Gründen ist es sinnvoll, die "Fischretter" durch die Feuerwehren und die Niederlassungen des Technischen Hilfswerks betreiben zu lassen. Diese besitzen das nötige Equipment, technisch versierte Ein-satzkräfte, sind schnell verfügbar und haben Erfahrungen in Notfällen. Die Standorte der "Fischretter" können so verteilt werden, dass beim Zusammenwirken verschiedener Wehren auch größere Sauerstoffdefizite in Flüssen und Seen behandelt werden können, ohne dass eine gesamte Population abstirbt. Das wichtigste Kriterium der Gewässergüte ist der Sauerstoffgehalt. Deshalb ist aus rechtlicher Sicht der Einsatz des "Fischretters" opportun. So können durch das vorsorgliche Einsetzen des "Fischretters" Probleme im Gewässer-schutz gelöst werden, was auch die Fische dauerhaft durchatmen lässt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (06/2007) (Juni 2007)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Egon Prexl

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Aktives Flächenmanagement zur Vorbereitung von Fließgewässerrenaturierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern benötigen Flächen, die im Regelfall Nutzungen zugeführt sind. Vorausschauendes Flächenmanagement sowie Kooperation und partizipatives Vorgehen sind hier notwendig, um die Belange der Grundstückseigentümer aufgreifen zu können und die benötigten Flächen verfügbar zu machen. Am Beispiel vom Vorpommern wird dieses prospektive und stategische Flächenmanagement vorgestellt.

Erhebung und Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern – Versorgungssicherheit derzeit und künftig
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Eine jederzeit gesicherte Versorgung mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Trinkwasser ist für Verbraucher eine Selbstverständlichkeit. Diesen hohen Standard gilt es auch künftig zu gewährleisten. Wenn auch die Wasserversorgung in Bayern grundsätzlich in der Verantwortung der Gemeinden liegt, zählt es weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben der Wasserwirtschaftsverwaltung, diese bei der Gewährleistung oder Optimierung der Versorgungssicherheit zu unterstützen. Dies ist nicht zuletzt der dezentralen Struktur der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern, mit wenigen großen, einigen mittleren, aber vielen sehr kleinen Wasserversorgungsunternehmen, geschuldet. Über eine der zahlreichen Aktivitäten der Wasserwirtschaftsverwaltung, die „Erhebung und Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern“, wird hier berichtet.

Baggerseen sind Refugien für die Artenvielfalt
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Ein Forschungsprojekt zeigt neue Wege für den Artenschutz an künstlichen Gewässern. Untersucht werden positive und negative Einflüsse von Angelvereinen und deren Gewässernutzung auf die gewässergebundene Biodiversität.

Grenzwerte zwischen staatlicher und privater Verantwortung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2020)
Am Beispiel des Wasserrechts werden Rechtfertigung, Voraussetzungen und Grenzen diskutiert. Private Regelwerke ergänzen und konkretisieren kooperativ unbestimmte Rechtsbegriffe in staatlichen Gesetzen und Verordnungen. Wenn Entscheidungen aber in die grundrechtsgeschützte Sphäre des Bürgers eingreifen, begründen Rechtsstaats- und Demokratieprinzip eine staatliche Letztverantwortung.

Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie: Abschluss der Konsultationen aus Per-spektive der europäischen Wasserkraft
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2019)
Die Europäische Kommission evaluiert derzeit die Zielerreichung der WRRL und überprüft, ob inhaltliche Änderungen erforderlich sind. Die hierzu seit Mitte 2018 erfolgten, umfangreichen Konsultationen sind jetzt abgeschlossen, und der Abschlussbericht wird mit Spannung erwartet. Er bildet eine wichtige Basis für die Entscheidungen der künftigen Kommission über die Weiterentwicklung der WRRL. Dieser Beitrag beleuchtet die vorläufigen Konsultationsergebnisse aus Sicht der europäischen Wasserkraftbranche.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...