Klärschlammverwertung in der Landwirtschaft unter neuen Vorzeichen

Vor dem Hintergrund der endlichen Verfügbarkeit von Phosphaten kann die Rückführung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzten Böden zur Ressourcenschonung bei-tragen. Bei der Novellierung der Klärschlammverordnung ist ein RisikoNutzen orientiertes Grenzwertsystem in Verbindung mit einer verpflichtenden Gütesicherung anzustreben.

Derzeit findet in Deutschland eine Diskussion um die Novellierung der Klärschlammverordnung statt. Mit dem Eckpunktepapier "Ressourcen nutzen – Boden schonen" zum Ende des letzten Jahres hat das Bundesumweltministerium eine erste Richtschnur für die Anpassung an die Klärschlammverordnung gegeben. Begründet wird der Anpassungsbedarf nicht zuletzt damit, dass die bisherigen Bestimmungen seit 14 Jahren nicht mehr verändert wurden. Vorrangiges Ziel der beabsichtigten Novelle der Verordnung soll eine sowohl den aktuellen Belangen des Bodenschutzes als auch den Belangen der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung entsprechende Regelung gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund gilt es, den landwirtschaftlichen Belangen entsprechend Rechnung zu tragen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (11/2007) (November 2007)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Bernd Lüttgens

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