Risikomanagement beim Einsatz mobiler Hochwasserschutzsysteme

Das BWK-Merkblatt 6 befasst sich mit Grundlagen für Planung und Einsatz mobiler Hochwasserschutzwände und sieht ein Risikomanagement vor. Der Beitrag gibt ergänzende Empfeh-lungen zum qualitativen Risikomanagement. Speziell betrachtet werden Risiken durch Einwirkungen und als Folge ungenauer hydraulischer Bemessungsgrundlagen. Die Anwendung wird an konkreten Problemstellungen erläutert.

Auch bei Planung einer mobilen Hochwasserschutzanlage entsprechend den Anforderungen des BWKMerkblatts Nr. 6 (BWK 6) [2] verbleiben stets Risiken. So fordert BWK 6 ein Risikomanagement für mobile Wände. Diese Forderung begründet sich mit den Risiken, die durch nicht rechtzeitigen Aufbau, durch unvorhersehbare Ereignisse wie Ausfall oder unpräzise Vorhersagemechanismen, durch Unsicherheiten in der Hydraulik und Hydrologie sowie durch Extrembelastungen wie z. B. Schiffsstoß und Treibgutanprall verbleiben. Einen planvollen Umgang mit diesen Risiken ermöglicht das Risikomanagement als überwachendes, planungsbegleitendes Instrument bis hin zur Genehmigungsplanung. BWK 6 zeigt die prinzipielle Vorgehensweise beim Risikomanagement auf, stellt Methoden zur quantitativen Bewertung des von mobilen Hochwasserschutzsystemen ausgehenden Risikos vor und gibt Hinweise zur Minderung des Risikos. Leider fehlen häufig die Grundlagen für eine verlässliche quantitative Risikobewertung, so dass in der Praxis überwiegend qualitative Methoden zur Anwendung kommen. Hierüber werden im BWK 6 nur knappe Aussagen getroffen. Daher soll im Rahmen dieses Beitrages die Vorgehensweise bei qualitativen Bewertungsverfahren beschrieben und ihre Anwendung an konkreten Problemstellungen erläutert werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (12/2007) (Dezember 2007)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.Ing. Monika Donner
Prof. Dr.-Ing. Erik Pasche

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Anlagen und Vermögensverwaltung im Wasserbau
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Betreiber von Hochwasserschutzanlagen aus dem Nordseeraum und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen haben innovative Lösungen für eine anpassungsfähige und breit aufgestellte Anlagen und Vermögensverwaltung entwickelt. Um den zukünftigen, gemeinsamen Herausforderungen im Hochwasserschutz gewappnet zu sein, wurden Prinzipien erarbeitet und länderübergreifend an fünf Fallstudien im Nordseeraum angewendet.

Der Hochwasser-Pass im nationalen und internationalen Einsatz zur Unterstützung der Eigenvorsorge
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Der Hochwasser-Pass ist Teil eines mehrstufigen Programms, das Boden- und Hauseigentümer für das Thema Hochwasser und Starkregen sensibilisiert und die Eigenvorsorge unterstützt. Dabei werden die Überflutungsgefahr eines Hauses bewertet und Empfehlungen für eine effektive Eigenvorsorge gegeben. Der Hochwasser-Pass wird für den internationalen Einsatz angepasst und weiterentwickelt.

Öffentlichkeitsbeteiligung in der Hochwasserrisikomanagementplanung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Bis zum 22. Juni 2021 stehen die die Hochwasserrisikomanagementpläne für die nationalen Anteile der Flussgebietseinheiten zur Beteiligung der Öffentlichkeit zur Verfügung. In den aktualisierten Plänen werden das Hochwasserrisiko bewertet und Maßnahmen zu seiner Verringerung vorgeschlagen.

Gesundheitsschutz ist Naturschutz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2021)
Das Jahr 2020 wird uns allen dauerhaft in Erinnerung bleiben. Es ist das Jahr, in dem uns eine Gefahr heimsuchte, die bis dato wohl die wenigsten auf dem Schirm hatten: ein neuartiges, gefährliches Virus, für das es kein Gegenmittel gab. Außer der sozialen Distanz, die mit massiven Einschnitten in allen Lebensbereichen verbunden war und ist. Welche Parallelen im Umgang diese Pandemie zum Umgang mit Naturkatastrophen aufweist, ist das Fokus-Thema des aktuellen GDV-Naturgefahrenreports 2020.

Gefährdungsbetrachtung von Speichersystemen in PV-Anlagen durch Wasser und dessen potenzielle Auswirkung auf den Batteriespeicher
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Speichersysteme in PV-Anlagen können durch Wasser gefährdet werden. Hochwasserereignisse oder urbane Sturzfluten bedeuten ein erhöhtes Risiko, dass diese Anlagen Kontakt mit Wasser bekommen, wofür sie im Regelfall nicht ausgelegt sind. Über die Risiken und deren Beherrschung wird berichtet.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...