Fließverhalten der Elbe bei Hochwasser unter Berücksichtigung der Verbuschung

Seit 1981 hat die Verbuschung auf den Buhnen und in den Deichvorländern der unteren Mittelelbe erheblich zugenommen. Beim August Hochwasser 2002 wurde zum ersten Mal drastisch deutlich, dass hierdurch ein Abflusshindernis entstanden ist, das einen höheren Wasserstand zur Folge hat. Um die hydromechanischen Zusammenhänge aufzuzeigen, wurde für einen Elbeabschnitt eine zweidimensionale nichtlineare Finite-Element-Analyse bei tiefenintegrierter Strömung durchgeführt. Wesentliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden erläutert.

Seit einigen Jahrzehnten sind die Beweidung und der Rückschnitt der Sträucher und Büsche im Abflussbereich des Hochwassers im Elbetal, d. h. in den Buhnenfeldern und den Deichvorländern weitestgehend eingestellt. Dies hat dazu geführt, dass sich in diesen Regionen meterhohe Verbuschungen ausgebreitet haben, die bei Hochwasser zu Veränderungen des Abflusses und zur Erhöhung des Wasserstandes geführt haben und führen werden. Beim Hochwasser im August 2002 haben sich diese Verbuschungen erstmals als Abflusshindernis erwiesen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall (12/2007) (Dezember 2007)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. rer.nat. Dipl-Ing. Rudolf Adolf Dietrich

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